Weitere 200 Flüchtlinge für Seesen erwartet

CDU-Fraktionsvorsitzender Rudolf Götz: „Das schaffen wir hier!“

Informationsbedarf besteht offenbar in Seesen und den Stadtteilen weiterhin, wenn es um das Thema Flüchtlinge geht. Während der Zusammenkunft der CDU/FDP-Gruppe am vergangenen Montagabend wurde einmal mehr intensiv der Tagesordnungspunkt „Integration der Flüchtlinge in Seesen“ behandelt. Nach bisherigem Sachstand stammt ein Großteil, der vom Landkreis nach Seesen zugewiesenen Familien, aus den Balkanstaaten. Viele Bürger, so heißt es jetzt in einer Mitteilung des Fraktionsvorsitzenden Rudolf Götz, seien in Seesen bereit, Integrationsprojekte durchzuführen. Um neue Integrationsprojekte auf den Weg zu bringen, wäre es wünschenswert, dass auch Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak nach Seesen kommen. Der Landkreis Goslar sollte gebeten werden, gleichmäßig die verschiedenen Gruppen auf die Städte zu verteilen. Seesen habe alle Voraussetzungen, um eine möglichst gute Integration zu ermöglichen. Es gibt Wohnungen, leistungsfähige Schulen und auch gut aufgestellte soziale Einrichtungen. Dazu Rudolf Götz: „Auf Seesen umgerechnet, sind in der nächsten Zeit rund 200 weitere Flüchtlinge zu erwarten. Das schaffen wir hier!“
Schon frühzeitig habe sich die Stadt durch die Ausweisung einer Stelle für Integration vorbereitet. Die entsprechenden Gesprächsrunden und Unterstützerkreise sind gegründet, viele Bürger würden Patenschaften übernehmen. Innerhalb des Kreises Goslar gelten die Voraussetzungen in Seesen als vorbildlich, dies wird auch in Zukunft bei der Aufnahme bewiesen werden.
Auch Seesens Bürgermeister Erik Homann hatte im Gespräch mit dem „Beobachter“ gestern noch einmal deutlich gemacht, dass das Thema „Integration der Flüchtlinge in Seesen“ sehr ernst genommen werde und hohe Priorität genieße. Die Zuständigkeit liege für die Unterbringung aber beim Landkreis Goslar und nicht bei der Stadt Seesen. Homann kündigte an, weitere Informationen über die aktuelle Situation in Seesen mitteilen zu wollen.