Welt der Phantasie und Rauminstallationen

Reinhard Koschubs, „(Ver-)Wandlung“, Farbradierung, Handzeichnung, handkoloriertes Unikat.

Reinhard Koschubs (Seesen) und Manuela Karin Knaut (Gießen) stellen in Hildesheim aus

Seesen / Hildesheim (G. J. / bo). Vernissage in Hildesheim: Am morgigen Sonntag, 24. Juni, werden um 11 Uhr in der Galerie im Stammelbach-Speicher (Wachsmuthstraße 20/21) zwei Ausstellungen eröffnet: Zum einen sind Arbeiten von Manuela Karin Knaut („zu sehr country?“) zu sehen, zum anderen gewährt der Seesener Künstler Reinhard Koschubs mit der Präsentation „(Ver-) Wandlungen“ einen Einblick in sein Schaffen. Zur Eröffnung sprechen Dieter Lipka, 1. Vorsitzender des BBK Harz und Leiter der Rathausgalerie Bad Harzburg und Dr. Norbert Hilbig (Förderverein).
In eine Welt der Phantasie ent- und verführen die Werke von Reinhard Koschubs. Sie zeigen Spiegelbilder des Lebens, eine Welt, in der im Gedankenprozess der Mensch mit dem Tier austauschbar wird. Abbildungen von Menschenköpfen werden zu Symbolen des Denkens und der Kraft, die den Gedanken innewohnt. Der Betrachter taucht ein in eine mystische Welt, in der sich unerklärliche, rätselhafte Dinge ereignen, die zum Nachdenken anregen.
Koschubs arbeitet vorwiegend im Bereich der Druckgrafik, wie Farbradierungen in verschiedenen Techniken, Ätzung, Blindätzung, Kaltnadel, Aquatinta und Vernis mous. Es gibt aber auch handkolorierte Radierungen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Handzeichnungen in verschiedenen Techniken. Weiterhin fertige ich Ölbilder auf Holz, Leinwand und Papier. Außerdem entstehen Objekte aus verschiedensten Materialien.
Reinhard Koschubs: geboren 1952 in Goslar, 1970 bis 1974 Studium an der FH Hildesheim, Fachrichtung Grafik- Design, bei den Professoren König, Metell und Belting,1976 Verleihung des Förderpreises der Stadt Goslar, lebt und arbeitet in Seesen am Harz.
Oftmals ist es nur ein Wort, die Zeile eines Gedichts, en passant aufgelesen, das Manuela Karin Knaut zu Gemälden, Multiples oder Rauminstallationen inspiriert. Mit wachem Blick ist sie eine kritischneugierigeBeobachterin des Geschehens. Es ist das zunächst absichtslose Spiel mit den Dingen, dem Manuela Karin Knaut ganz bewusst Raum in ihrer künstlerischen Arbeit gibt. Die malerischen Werke und Collagen erzählen durch ihre Lebendigkeit viel von diesem dynamischen und oft unkonventionellen Entstehungsprozess.
Manuela Karin Knaut: 1970 in Bad Hersfeld geboren, Studium der Kunstpädagogik an der Justus-Liebig- Universität Gießen. Museumspädagogin im Oberhessischen Museum Gießen, Dozentin unter anderen an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Autorin.

Die Ausstellungen sind bis zum 22. Juli, jeweils samstags und sonntags, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet.