Wer kannte den General Heinz Fiebig?

General Heinz Fiebig – er starb am 30, März 1964 in Seesen.

Die letzten Kriegstage in Hohnstorf – Für Chronik werden Seesener Zeitzeugen gesucht

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Kriegsendes im Jahre 2005 hatte die Gemeinde Hohnstorf/Elbe im Landkreis Lüneburg (Niedersachen) in Zusammenarbeit mit der Stadt Lauenburg eine kleine Ausstellung und einen Vortrag zu dem Thema ,,Die letzten Kriegstage im Dreieck Artlenburg – Hohnstorf/Elbe – Lauenburg‘‘ erarbeitet. Um das Geschehene auch aus der Sicht des einfachen Menschen und damit Hauptleidtragenden der Ereignisse dokumentieren zu können und auch den nächsten Generationen zugänglich machen zu können, wurde zusätzlich eine Broschüre erstellt.
Seit dem Erscheinen eines Buches im Jahr 2011 ist viel geschehen, weitere Zeitzeugen, Historiker und interessierte Einwohner der betroffenen Ortschaften haben sich gemeldet. Das Echo war überraschend groß. Im Moment recherchiere man in Hohnstorf für eine erweiterte zweite Auflage, die unter anderem auch die regionalen Ereignisse entlang der Elbe behandeln soll.
Dabei spielte der General Heinz Fiebig eine Rolle. Mit den letzten Resten seiner 84. Infanterie-Division plante, organisierte und leitete er den Rückzug der geschlagenen deutschen Verbände hinter der Elbe.
Über die Tätigkeit ist in Hohnstorf kaum etwas bekannt. Soviel aber weiß man: Heinz Fiebig ist am 30. März 1964 in Seesen verstorben. Aus diesem Grund hat der Hohnstorfer Bürgermeister André Feit sich an die Stadt Seesen gewandt, mit der Bitte beim Auffinden möglicher Nachfahren behilflich zu sein. „Vielleicht“, so André Feit, „gibt es bei Ihnen noch Menschen, die den ,,alten General‘‘ persönlich kannten oder einen Heimatverein der Auskunft geben kann.“
Mit ihren Bemühen verbinden die Verantwortlichen die Hoffnung, dass sich Heinz Fiebig im privaten Kreise einmal über seine letzte Aufgabe im Krieg geäußert oder sogar Aufzeichnungen hinterlassen hat. Die Briten und Amerikaner beschrieben ihn als „eloquenten Gentleman und angenehmen Gesprächspartner, der so gar nicht in ihre Vorstellungen von einem Nazi-General passte“. Seesener Bürger, die mit dem Namen Heinz Fiebig etwas anfangen können, ihn oder seine Familie kannten und etwas dazu beitragen können, wenden sich bitte an die Stadt Seesen unter der Telefonnummer (05381) 75211.