„Wer lüftet, ist tot“

Auorin Kathrin Lange war zu Gast im Jacobson-Gymnasium. (Foto: König)

Autorin Kathrin Lange zu Gast bei Sechstklässlern des Jacobson-Gymnasiums

„Wer lüftet, ist tot“ – Diesen Satz würde man wohl eher in einem ihrer Bücher vermuten. Aber tatsächlich steckt dahinter eine nicht ganz ernst gemeinte Botschaft der Autorin Kathrin Lange an ihre Familie.

Wie sie nämlich Schülern des Jacobson-Gymnasiums Seesen verriet, besteht ein Großteil der Vorarbeit für einen neuen Roman darin, auf Karteikarten Ideen festzuhalten. Diese verteilt Lange dann im ganzen Haus und damit kein kräftiger Luftstoß ein Ideenchaos anrichtet, gibt es diese klare Anweisung für die anderen Bewohner des Hauses.
Diese und andere Geschichten rund um ihre Arbeit als Autorin erzählte sie den drei sechsten Klassen des Jacobson-Gymnasium im Rahmen der jährlich stattfindenden Autorenlesung. Unterstützt wird diese lesefördernde Aktion durch den Friedrich-Bödecker-Kreis, der verschiedene Kinder- und Jugendbuchautoren an die teilnehmenden Schulen vermittelt. Kathrin Lange war bereits im letzten Jahr zu Gast am Jacobson-Gymnasium und kam diesen Mittwoch gern ein zweites Mal nach Seesen.
Am Anfang der zweistündigen Lesung erklärte die Autorin den Weg vom Finden einer Idee für ein Buch bis dahin, dass das fertige Werk im Regal in der Buchhandlung steht. Im Anschluss daran las sie Ausschnitte aus ihrem Buch „Herz in Scherben“ vor.

Schülern stellen Fragen: Buch schon verfilmt worden?

Zum Schluss nutzten die Gymnasiasten noch die seltene Gelegenheit, eine echte Autorin vor sich sitzen zu haben, um Fragen zu stellen. Sie interessierten sich zum Beispiel dafür, ob Bücher von Lange schon mal verfilmt worden sind und was eine Autorin eigentlich so in ihrer Freizeit macht. Neben dem Eingangssatz ist den Schülern noch eine zweite Aussage der Autorin in besonderer Erinnerung geblieben: Kathrin Lange gestand augenzwinkernd, dass sie beim Verfassen ihrer Bücher eine Menge Rechtschreibfehler mache und ihre Lektorin darum viel zu tun habe.