„Wir sind ein super eingespieltes Team“

Die gewählten Funktionsträger des Jugendforums.
 
Ehrungen für gute Dienstbeteiligung standen auch diesmal auf der Tagesordnung; links: Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Müller, rechts Jugendfeuerwehrwart Christoph Sachse und Stellvertreterin Silvia Lüders.

Jugendfeuerwehr Seesen bilanziert positive Mitgliederentwicklung / Silvia Lüders 2. stellvertretende Jugendwartin

Auch wenn die Entwicklung in einigen Ortsteilen leider anders aussieht, bei der Jugendfeuerwehr Seesen läuft derzeit alles rund. Das war jedenfalls dem Bericht von Jugendfeuerwehrwart Christoph Sachse zu entnehmen, der am Samstagnachmittag im Saal des Bürgerhauses eine große Zahl von Jugendlichen, Eltern und Gästen begrüßen konnte. Schon allein der Mitgliederbestand gab allen Grund zur Freude.

Hatte man das Jahr 2014 mit 26 Jugendlichen begonnen, zählt man derzeit 30 Jungen und Mädchen in den eigenen Reihen. Dass die Jugendfeuerwehr Seesen alles andere als untätig war, schlägt sich in den sage und schreibe 57 geleisteten Diensten mit mehr als 3200 Stunden wieder. 17 Jugendliche nahmen im Schnitt teil. Zu den 35 Diensten mit feuerwehrtechnischen Inhalten gesellten sich 22 mit freier Gestaltung beziehungsweise allgemeiner Jugendarbeit.
Sachse erinnerte neben der Grundausbildung sowie der Fahrzeug- und Gerätekunde unter anderem an den Besuch von Feuerwehrtechnischer Zentrale in Goslar und Polizei in Seesen, den Abstecher zum THW nach Clausthal-Zellerfeld, an den Aufbau des traditionellen Osterfeuers und an die Fahrradtour nach Nauen. Ebenfalls nicht unerwähnt blieben der 24-Stunden-Übungsdienst, die Präsenz beim zehnten Geburtstag der Jugendfeuerwehr Kirchberg und beim 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Bornhausen, ferner die Teilnahme am Kreisorientierungsmarsch in Vienenburg sowie am Bundeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld. Verbucht wurden jeweils Plätze im vorderen Bereich beziehungsweise im Mittelfeld. Als besonderes Erlebnis entpuppte sich das achttägige Stadtzeltlager in Grömitz mit Ausflug in den Hansa-Park und Besuch der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg. Besonders hervorgehoben wurde noch einmal die Auszeichnung von Moritz Baumann und Simon Sauthof, die nicht nur die Leistungsspange entgegen-nehmen, sondern zusammen mit Marian Lüders, Anja Hartmann, Marco Siewert und Lukas Stern auch die Jugendflamme 2 erringen konnten.
„Wir sind mittlerweile ein super eingespieltes Team“, meinte Christoph Sachse zum Schluss und nutzte die Gelegenheit, sich bei seinen Stellvertretern Michael Müller und Silvia Lüders sowie den Betreuern einerseits, dem Ortskommando um Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse und Stellvertreter Franz-Peter Knopp andererseits, für die Unterstützung und hervorragende Zusammenarbeit zu bedanken.
An dem von Kassenführerin Anja Hartmann vorgetragenen Bericht gab es nichts auszusetzen, sodass die Jugendlichen dem von Philipp Dietrich seitens der Kassenprüfung gestellten Antrag auf Entlastung folgten. Bei den sich anschließenden Wahlen wurde Silvia Lüders zur stellvertretenden Jugendfeuerwehrwartin gewählt. „Schließlich sollen die Mädchen in den Reihen der Jugendfeuerwehr eine eigene Ansprechpartnerin haben“, erklärte Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse, der diese Wahl leitete. Die weiteren Wahlen ergaben folgendes Bild:

Jugendsprecherin:

Lea-Sophie Kaste
Stellvertretender Jugendsprecher:
Marian Lüders
Kassierer:
Darien Winkler
Stellvertretender Kassierer:
Berkhan Öksüz
Schriftführer:
Marco Siewert
Stellvertretender Schriftführer:
Cevin Richter.

Natürlich standen auch diesmal Ehrungen für gute Dienstbeteiligung auf dem Programm. Dabei setzte sich Darien Winkler an die Spitze. Er war bei 55 von 57 Diensten anwesend. Dahinter folgten Lea-Sophie Kaste (53 Dienste), Lee-Marvin Schöps (52), Philipp Dietrich (51) und Marian Lüders (50).
Dass man sich bei der Jugendfeuerwehr Seesen keine Gedanken um den Nachwuchs machen muss, ist natürlich auch der Kinderfeuerwehr zu verdanken. Und so konnte Kinderfeuerwehrwart Benjamin Wagner mit Timon Blattner, Patrice Haider, Neele Hoffmann und Kim Zander diesmal gleich vier Jungen und Mädchen an die Jugendwehr übergeben. Dem gegenüber stehen zwei „Abgänge“. Denn Anja Hartmann und Philipp Dietrich werden in die aktive Wehr wechseln. In seiner Vorschau auf 2015 wies Christoph Sachse neben den gewohnten Terminen vor allem auf das vom 25. Juli bis 1. August anstehende Landeszeltlager in Wolfshagen hin, bevor er den Betreuern mit Worten des Dankes blaue Funktionsjacken inklusive Namenszug überreichte. „So gebt ihr zusammen mit den Jugendlichen ein einheitliches Bild ab“, machte Sachse deutlich.
In den Grußworten der Gäste spiegelte sich allenthalben Lob und Dank für die geleistete Arbeit des Brandschutznachwuchses wider. Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse erwähnte die gute Dienstbeteiligung, von der sich manch Erwachsener noch eine Scheibe abschneiden könne. Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart, Stefan Bettner, freute sich, dass neben der feuerwehrtechnischen Arbeit großer Wert auf die normale Jugendarbeit gelegt werde und überreichte eine sogenannte Integrationsbox mit vielen Materalien speziell für die Arbeit mit Kinder und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund. Derzeit werden auch drei Jugendliche aus Engelade in Seesen betreut. Grund genug für den Ortsbrandmeister des Stadtteils, Tino Koerver, sich bei Team und Betreuern zu bedanken und zu einem geselligen gemeinsamen Dienst nach Engelade einzuladen. Der Leiter Einsatz- und Streifendienst bei der Polizei Seesen, Polizeihauptkommissar Lothar Niemann, kündigte neben dem Besuch bei der Polizei weitere Aktionen mit der Jugendwehr an, während Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke vor allem herausstellte, dass auf drei Kinder und Jugendliche ein Betreuer käme – „ein hervorragendes Verhältnis“.
Zum Abschluss hatte Michael Müller, auch in seiner Eigenschaft als Stadtjugendfeuerwehrwart, das Wort. Vor dem Hintergrund, dass sich viele Jugendfeuerwehren mit Nachwuchssorgen plagen, konnte er berichten, dass die im abgelaufenen Jahr gestartete Werbekampagne schon erste Früchte trage. Mehr als 120 Jungen und Mädchen werden im Stadtgebiet betreut. Bei der Kinderfeuerwehr stünden bereits 14 Interessenten auf der Warteliste. Hier arbeite man daran, möglichst schnell Abhilfe zu schaffen und den Stau aufzulösen.