Wo im Raume raunt die Zeit – MTV-Senioren in Bad Grund

Uhrenmuseum stieß auf das Interesse der Seesener – Enttäuschung: Aus „Bergbau zum Anfassen“ wurde nichts

Seesen (hs). Die rüstigen MTV-Senioren um ihre Übungsleiter Albert Gründler und Peter Kotschate hatten sich für ihre erste Unternehmung, die sie in diesem Jahr zusammen mit ihren „besseren Hälften“ unternehmen wollten, die nahe gelegene Bergstadt Bad Grund ausgesucht. Dort wollten sie zunächst im Museum der erst 1992 stillgelegten Grube „Hilfe Gottes“ am Knesebeck, dem letzten Erzbergwerk des Oberharzes, „Bergbau zum Anfassen“ erleben. Doch daraus wurde leider nichts. Obwohl der Sondertermin für die Gruppenführung abgesprochen war, standen sie auch noch längere Zeit nach dem vereinbarten Termin vor dem verschlossenen Tor. Der Museumsführer erschien nicht und war auch telefonisch nicht zu erreichen. Enttäuscht und schon leicht durchgefroren, mussten sie unverrichteter Dinge von dannen ziehen. Also suchten sie daraufhin das Uhrenmuseum im Ort auf. Und hier wurden sie für ihren „Fleischerweg“ voll und ganz entschädigt: Engagiert und fachkundig führte der Sohn des Hauses sie durch dieses von privater Hand unterhaltene Museum, dessen Anfänge in das Jahr 1984 zurückgehen. Seitdem hat es sich mit seinem umfassenden Inventar und der vollen Funktionsfähigkeit aller Exponate und seiner für ganz Norddeutschland technik- und kulturhistorischen einzigartigen Uhrensammlung zu einem Besuchermagneten mit überregionaler Bedeutung entwickelt. Obwohl die dort ausgestellten Uhren alle nur dieselbe Aufgabe haben, nämlich die Zeit zu messen, gibt es dazu doch die verschiedensten technischen Möglichkeiten. Und diese wurden den wissbegierigen MTVern auch erklärt und bereitwillig vorgeführt, sei es an dem Exponat aus dem 14. Jahrhundert, bei dem Gewichte die Mechanik antreiben, oder an anderen Uhren, die neben ihrer Aufgabe als Zeitmesser auch noch andere Funktionen ausführen können, an Uhren, die aufgezogen werden, die durch Federkraft laufen oder die elektrische Impulse für ihren Antrieb erhalten. Bei ihrem weiteren Gang durch das Museum konnten sie die unterschiedlichsten Exponate bestaunen, angefangen von den kleinsten Armbanduhren bis hin zu den großen Kirchturmuhren, die in der oberen Etage des Hauses aufgestellt sind.
Ihren Besuch in Bad Grund ließen die MTVer und ihre Begleiterinnen in dem Antik-Café am Markt bei hausgebackenem Kuchen, frischem Kaffee, heißer Schokolade oder Tee ausklingen.