Zahl der Bewerber ist um ein Prozent zurückgegangen

Ausbildungsstellen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr

„Zum Abschluss des Berufsberatungsjahres suchen noch 15 Bewerber einen Ausbildungsplatz. Andererseits sind noch 47 Ausbildungsstellen unbesetzt“, teilt Hans-Walter Pallinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Goslar mit. „Sowohl die Arbeitsagentur als auch die Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigungsförderung haben viel unternommen, um dieses Ergebnis zu ermöglichen. Trotzdem beginnen weniger als zwei Drittel der Bewerber eine Ausbildung, und ein nicht unerheblicher Anteil nimmt an berufsvorbereitenden Maßnahmen teil oder besucht weiter die Schule.“

Seesen (bo). Die Zahl der Bewerber ist um 15 Personen auf 1.402 gefallen; das sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Während in der Hauptagentur in Goslar die Zahl der Bewerber um 1,8 Prozent abgenommen hat, beträgt der Rückgang in Braunlage sogar über 30 Prozent. In der Geschäftsstelle Bad Harzburg ist dagegen eine Zunahme von etwa sieben Prozent zu verzeichnen.
„Insgesamt war in diesem Jahr die Zahl der Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz gesucht haben, noch stabil. Im nächsten Jahr werden wir sogar die Situation haben, dass es deutlich mehr Bewerber geben wird, da es den doppelten Abiturjahrgang gibt und ein Teil der Abiturienten auch auf den Ausbildungsmarkt drängt. Hier liegt die Chance für die Unternehmen, sich das Fachpersonal von morgen zu sichern, denn in den folgenden Jahren wird es auf Grund der demoskopischen Entwicklung immer schwieriger werden, die offenen Ausbildungsstellen zu besetzen“, so Pallinger weiter.
Die Zahl der Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Insgesamt wurde eine Stelle weniger gemeldet, so dass jetzt noch 961 Stellen angeboten wurden. Auch hier gibt es starke regionale Unterschiede; der stärkste Rückgang mit fast 19 Prozent fand im Bereich Braunlage statt, die höchste Zunahme um 20 Stellen oder 26 Prozent ereignete sich in Clausthal-Zellerfeld.
Von den insgesamt 1.402 Bewerbern haben 739 eine Berufsausbildung begonnen (darunter 235 geförderte Ausbildungen). 198 Jugendliche besuchen eine weiterführende Schule und 152 nehmen an Fördermaßnahmen der Berufsberatung teil. 223 ehemalige Bewerber haben sich abgemeldet, ohne Angaben zu ihrem Verbleib zu machen. 75 junge Menschen haben eine Arbeit aufgenommen, und weitere 15 haben sich für Bundeswehr, Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr entschieden.
Betrachtet man die angebotenen Ausbildungsstellen und stellt sie den Berufswünschen der Bewerber entgegen, werden die Unterschiede schnell deutlich. Der Harz, als traditionell touristisch geprägtes Gebiet, bietet jungen Menschen vor allem die Gelegenheit, eine Ausbildung im gastronomischen Bereich zu erhalten. Unter den gemeldeten Berufsausbildungsstellen belegen Hotelfachmann, Verkäufer, Koch, Kaufmann im Einzelhandel und Restaurantfachmann die ersten 5 Plätze. Auf der Gegenseite der Bewerber stehen dagegen Verkäufer, Kaufmann im Einzelhandel, Bürokaufmann und Kraftfahrzeugmechatroniker an der Spitze der Wunschliste.