Zahl der Tafelkunden steigt weiter

Seesener Tafel: Steigende Energiepreise bereiten Sorge

Die Idee der Seesener Tafel ist ganz einfach: genießbare Lebensmittel, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verkauft werden dürfen, einzusammeln und an bedürftige Menschen zu verteilen.

Geleistet wird die Tafel-Arbeit zurzeit von rund 20 Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Ohne ihren Einsatz wäre die Seesener Tafel kaum vorstellbar. Jährlich spenden sie etwa 4000 Stunden ihrer Zeit zum Wohle der vielen Betroffenen und sie erhalten dafür keinerlei Entlohnung. Um die Lebensmittelspenden von den Händlern zur Seesener Tafel zu transportieren, legt der Tafel-Transporter im Jahr fast 10.000 Kilometer zurück. Nach vorsichtigen Schätzungen werden dabei jährlich 50 Tonnen Lebensmittel bewegt.
An über 140 Tagen im Jahr, es gibt weder eine Sommer- noch Winterpause, werden die gesammelten Lebensmittelspenden an die Kundinnen und Kunden im Tafelladen der Seesener Tafel verteilt. Um Lebensmittel aus der Seesener Tafel zu bekommen, müssen sich die Betroffenen mit einem Einkommensnachweis bei der Tafel anmelden. Für den Empfang der Lebensmittel ist auch ein Tafelausweis nötig.
Allein in diesem Jahr stellte die Seesener Tafel 130 neue Berechtigungsscheine aus. Über 700 bedürftige Mitmenschen, davon sind mehr als die Hälfte Familien und Alleinerziehende mit Kindern, erhalten zurzeit Unterstützung durch die Seesener Tafel. 40 Prozent der Tafelkunden sind von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.
Aus diesem Grund gehen die Verantwortlichen davon aus, dass sie dauerhaft auf die Lebensmittelspenden angewiesen sind. Teilweise brauchen viele Bedürftige eine lange Zeit, um ihre Schamgrenze zu überwinden, um zur Seesener Tafel zu kommen. Zu schaffen macht den Organisatoren nicht die Beschaffung von ausreichend Lebensmitteln, sondern die gestiegenen Tafel-Kosten wie unter anderem Energie, Benzin, Versicherung und so weiter.
Für die Abgabe müssen die Tafel-Kunden zwar einen symbolischen Kostenbeitrag bezahlen, aber dieser deckt gerade einmal 30 Prozent der laufenden Tafel-Kosten. „Jährlich belaufen sich die Tafel-Kosten zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Wir arbeiten ohnehin sehr sparsam, aber der laufende Tafel-Betrieb ist mit vielen Kosten verbunden, die wir erst einmal stemmen müssen. Dabei sind wir immer von der örtlichen Spendenbereitschaft abhängig. Ohne die Hilfe der Bevölkerung, Vereinen und Wirtschaftsunternehmen lassen sich viele Tafel-Kosten nur äußerst schwer bewältigen“ so Marion Deerberg, verantwortlich für die Seesener Tafel und dem Trägerverein.
„Unser 20-köpfiges Ehrenamtliches Team hat die Lebensverhältnisse von Menschen, die ein bisschen im Schatten der Gesellschaft stehen „gelindert“. Dabei hoffen wir, dass uns viele Bürger, Vereine und Betriebe dabei helfen, bedürftige Mitmenschen in ihrer schwierigen Lebenssituation zu unterstützen.“ fügt Marion Deerberg hinzu. Wer die Seesener Tafel mit einer Geldspende unterstützen möchte, kann dies gern über das Konto des Trägervereins tun. Die Seesener Tafel und ihr Träger sind vom Finanzamt Bad Gandersheim als mildtätig und gemeinnützig anerkannt. Jede Spende ist somit von der Steuer absetzbar. Auf Wunsch stellt die Tafel beziehungsweise ihr Träger auch eine Spendenbescheinigung aus.
Die Kontaktdaten sind bei der Überweisung mit anzugeben. Alle Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Konto: VAMV Ortsverband Seesen, BIC: GENODEF1SES, IBAN DE03 2789 3760 1007 6905 00, Volksbank Seesen, Stichwort: Seesener Tafel