Zehn Klassentreffen in 53 Jahren

Vor mehr als 53 Jahren verließen 56 junge Menschen der Klassen 10a und 10b des Entlassungsjahrganges 63 die Seesener Mittelschule an der Linnenstraße mit der „mittleren“ Reife. Auch nach 53 Jahren pflegen die Abgänger von einst die Gemeinschaft. Am Sonnabend trafen sie sich bereits zum zehnten Mal.

Ehemalige Sessener Mittelschüler pflegen weiterhin „ihre“ Klassengemeinschaft – Neuse-Vortrag begeistert

Vor mehr als 53 Jahren, genauer gesagt am 15. März 1963, verließen 56 junge Menschen der Klassen 10a und 10b des Entlassungsjahrganges 63 die damalige Seesener Mittelschule an der Linnenstraße, mit der „mittleren“ Reife, um einen Beruf zu erlernen.

Die beiden Klassenlehrer waren seinerzeit die viel zu früh verstorbenen Karl-Heinz Budzinski (10a) sowie Alfons Meißner (10b).
Nachdem man sich erstmals im Dezember 1975 im ehemaligen „Seesener Hof“ getroffen hatte, folgten weitere acht Klassentreffen jeweils in der Sehusastadt in den Jahren 1981, 1983, 1988, 1993, 1998, 2003, 2008 sowie 2013. Bis ins Jahr 1998 folgte auch noch ständig eine Lehrerin beziehungsweise ein Lehrer der Einladung. Zuletzt Magdalene Seyffert, die übrigens über 100 Jahre alt wurde.
Am vergangenen Sonnabend war es wieder so weit. Im Hotel „Wilhelmsbad“ trafen sich beide Klassen zu einem kleinen Jubiläum; denn es war jetzt das zehnte gemeinsame Klassentreffen, nach insgesamt 53 Jahren Schulentlassung.
28 „Ehemalige“ waren diesmal der Einladung gefolgt und ein großer Teil dieser wohnt und lebt immer noch in der näheren Umgebung ihrer ehemaligen Schulstadt.
Aber einige Teilnehmer hatten auch eine längere Anreise. Sie kamen aus Königswinter, Dormagen, Erftstadt sowie Berlin.
Einer der vier Organisatoren, Margrit Keuntje, hatte die angenehme Aufgabe zunächst alle Teilnehmer auf das herzlichste zu begrüßen. Danach richtete sie auch noch einige Grüße von „Ehemaligen“ an die Runde aus, die leider aus den verschiedensten Gründen an diesem Treffen nicht teilnehmen konnten. Ferner wurde auch an die neun Klassenkameradinnen und Kameraden erinnert, welche inzwischen schon leider viel zu früh verstorben sind.
Im Anschluss war dann eine Kaffeetafel angesagt und die ersten Erinnerungen aus den vielen Jahren wurden natürlich sofort ausgetauscht.
Eine kleine Überraschung stand dann auf dem Programm. Die Verantwortlichen konnten für diesen Abend Dieter Neuse für einen hochinteressanten Lichtbilder-Vortrag über einen Rückblick „Alte Seesener Ansichten und Ereignisse“ mit den zahlreichen baulichen Veränderungen sowie die damalige Wasserversorgung, gewinnen. Dieser gut 75-minütige Beitrag wurde von allen Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und der Redner bekam auch den verdienten Applaus. In Zusammenarbeit mit Dieter Neuse wurden zum Ende seines Beitrages auch noch einige alte Schulbilder von diversen Klassenfahrten aus den Jahren 1960 bis 1963 auf die Leinwand geworfen und das Abschlussbild zeigte das 18-köpfige Lehrerkollegium der damaligen Mittelschule aus dem Jahre 1959. Bei diesen Bildern wurden so manche Erinnerungen wieder ins Gedächtnis zurück gerufen.
Danach war dann der gesellige Teil mit „Open end“ angesagt. Während und speziell nach dem Abendessen gingen dann diverse Bildbände und Bilder von Tisch zu Tisch und viele weitere Erinnerungen wurden wieder wach.
Klar, dass die Ehemaligen viel zu erzählen hatten, und dass das eine oder andere Anekdötchen zum Besten gegeben wurde. Bei diversen Gaumenfreuden und den dazu passenden Durstlöschern vergingen diese kurzweiligen Stunden wie im Flug. Wenn sich diese ehemalige Klassengemeinschaft nach über 53 Jahren aber immer noch regelmäßig trifft, spricht das für eine sicherlich sehr gute und kameradschaftliche Gemeinschaft, die nicht nur in den relativ wenigen Schuljahren gehalten hat.
Anlässlich dieses kleinen Jubiläums kam man überein, das nächste Klassentreffen in drei Jahren am letzten Wochenende im Oktober durchzuführen. Also im Jahre 2019 steht dann das elfte Wiedersehen in Seesen an. Ein großer Dank gebührt den vier Organisatoren. An erster Stelle ist hier Margrit Keuntje zu nennen, die keine Mühe und Arbeit im Vorfeld gescheut hat. Ihr hilfreich zur Seite standen Erhard Fraas, Ulrich Liebich und Claus Werner.