Zeitungsluft geschnuppert

Wie kommen die Nachrichten in den „Beobachter“? Die Ferienpasskinder blicken Chefredakteur Ulrich Kiehne bei der Gestaltung der ersten Lokalseite über die Schulter. (Foto: Herzog)

Zehn Ferienpasskinder erfahren beim „Beobachter“, wie Medienmenschen arbeiten

Am Dienstag dieser Woche war es wieder einmal so weit. Auch in diesem Jahr beteiligte sich das Verlagshaus Seesener „Beobachter“ an den Aktionen des städtischen Ferienpasses und gewährte den Kindern einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Tageszeitung.
Wieviele Menschen lesen denn eigentlich jeden Tag den „Beobachter“? Wo kommen die Informationen für einen Zeitungsartikel her? Welche Arbeitsschritte sind nötig, bis eine aufgegebene Kleinanzeige veröffentlicht werden kann? Wer sorgt dafür, dass die Zeitung morgens pünktlich im Briefkasten landet? Auf diese und viele andere Fragen gab es Antworten aus erster Hand.
Die insgesamt zehn Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren wurden dabei zunächst von „Beobachter“-Redaktionsassistentin Isabell Hoffmann in Empfang genommen und durch den Verlag geführt. Im Vertrieb erfuhren die Mädchen und Jungen beispielsweise, dass Zeitungsausträger keine Langschläfer sein dürfen. In aller Herrgottsfrühe sind sie unterwegs, damit die Nachrichten druckfrisch auf den Frühstückstisch liegen.
Im Archiv durften die Kinder dann in der 139-jährigen Zeitungsgeschichte Seesens auf Entdeckungsreise gehen. Während früher die Zeitungen doch sehr textlastig waren, ist das Layout mittlerweile hochmodern, die Zeitungsseiten entsprechend ihren Ressorts gut sortiert.
Wie eine solche Zeitungsseite entsteht, konnten Josefine, Victoria, Lilly, Mara, Aron, Kai, Jonas, Tim-Elias, Kim-Daniel und Anna-Jasmin dann von Chefredakteur Ulrich Kiehne erfahren, der am Rechner anhand des Berichts über den Abriss der Orientierungsstufe erklärte, wie die News in die Zeitung gelangen. Weiter ging es in die technische Abteilung, wo die Bilder bearbeitet werden und die Seiten nach Redaktionsschluss zur Druckerei nach Einbeck versendet werden. Natürlich werden die Texte vorher noch Korrektur gelesen, denn allzu gern schleicht sich der Druckfehlerteufel in die Texte ein. Nach rund einer Stunde war die Führung dann beendet, und die Kinder hatten trotz der Ferien ganz viel gelernt.