Zu Gast bei Gauck im Schloss Bellevue

Morgen im Rahmen des Neujahrsempfangs Gast im Schloss Bellevue: Hans-Werner Ohlsen.

Neujahrsempfang des Bundespräsidenten – Verdienste von Hans-Werner Ohlsen werden ebenfalls gewürdigt

„Der Bundespräsident und Frau Daniela Schadt“ – so ließ der Leiter des Protokolls im Bundespräsidialamt, Dr. Enrico Brissa, den langjährigen Vorsitzenden der Lebenshilfe Bad-Gandersheim-Seesen, Hans-Werner Ohlsen, bereits im Weihnachtsmonat Dezember wissen – „würden sich freuen, Sie am Donnerstag, 9. Januar, um 10 Uhr im Schloss Bellevue begrüßen zu können“.

Unmittelbarer Anlass für diese Einladung ist der schon traditionelle Neujahrsempfang in der Bundeshauptstadt, in dessen Verlauf Joachim Gauck, und das zum nunmehr zweiten Mal nach seinem Amtsantritt am 18. März 2012, nicht nur rund 160 Repräsentanten des öffentlichen Lebens, sondern darüber hinaus etwa 60 Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern willkommen heißen wird – „Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben“. Ihnen allen wollen das Staatsoberhaupt und seine Lebensgefährtin in einem dem Ereignis angemessenen und festlichen Rahmen Dank sagen.
Zu ihnen nun zählen – aus Niedersachsen – Ursula Hark-Sommer aus Lilienthal, die sich im Bereich der Förderung von Kindern und Jugendlichen engagiert, Dr. Claus Homann aus Celle, der unter anderem als ehrenamtlicher Leiter des Kunstmuseums in Unterlüß verantwortlich zeichnet, und schließlich Hans-Werner Ohlsen aus Seesen.
„Seit 1986 Vorsitzender des Vorstandes der Lebenshilfe Bad Gandersheim-Seesen, verfolgen er und sein Verein das Ziel, Menschen mit Behinderung qualifiziert und fachkundig zu begleiten und eine gleichberechtigte Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen“, heißt es in der Begründung, die während des Begrüßungsdefilees am morgigen Donnerstag verlesen wird.
Sicher ist: Ein Neujahrsempfang in den Räumen des Amtssitzes des Bundespräsidenten hat seine eigenen „Gesetze“. Und so beließ es das Präsidialamt nicht nur bei dem offiziellen Einladungsschreiben, sondern wartete zugleich schriftlich mit ersten „wichtigen Informationen zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten“ auf.
Doch mehr noch: Nicht nur Hans-Werner Ohlsen wird sich nämlich gemeinsam mit Ehefrau Ruth bereits am heutigen Mittwoch auf den Weg nach Berlin machen, wurde doch für den Vorabend des Empfangs eine Gesprächsrunde mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Präsidialamtes terminiert, um sich mit den protokollarischen Abläufen vertraut zu machen. Dabei dürfte es dann unter anderem noch einmal um den Transfer vom Hotel ins Schloss Bellevue, die Kleiderordnung (Damen kurzes Kleid, Kostüm oder Hosenanzug, Herren dunkler Anzug, Trachten ausdrücklich erwünscht), das Begrüßungsdefilee, den Empfang ab 10 Uhr und das sich anschließende gemeinsame Mittagessen im „Großen Saal“ des Schlosses gehen.
Übrigens: Da alle Gäste des Neujahrsempfangs grundsätzlich ohne Partner eingeladen wurden, erarbeitete das Bundespräsidialamt für die Begleitpersonen ein kleines aber interessantes Alternativprogramm, das beispielsweise eine Führung mit Mittagessen im Deutschen Bundestag vorsieht.
Für Hans-Werner Ohlsen kam, wie er in einem Gespräch mit dem „Beobachter“ einräumte, die Einladung zur Teilnahme am präsidialen Neujahrsempfang 2014 „völlig unerwartet“. Zunächst habe er „mit innerer und äußerer Gelassenheit darauf reagiert“, in den letzten Tagen gleichwohl feststellen müssen, dass es – je näher der Termin rückt – „damit nicht mehr ganz so weit her ist“. Was allerdings die große Freude und Dankbarkeit darüber, in dieser Form für seine vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten Anerkennung zu erfahren, nicht trübe. Im Gegenteil.