Zufriedene Mienen trotz rückläufiger Besucherzahlen

Bürgermeister Erik Homann zeigte sich sichtlich erfreut über das diesjährige Mittelalter-Spektakel.

Festumzug am Sonntagnachmittag

Von Ulrich Kiehne
Seesen. Als am Sonntagabend im Museum der Stadt Seesen die Gäste aus Wantage feierliche verabschiedet wurden, da hatte Elisabeth Paetz-Kalich allen Grund zufrieden zu sein. „Es war wieder ein tolles Fest“, erklärte die Mutter des Sehusafestes und war guter Dinge. In der Tat: Zufriedenheit herrschte bei den Verantwortlichen des Historienfestvereins, wenngleich jeder Besucher des Historienfestes mitbekommen haben dürfte, dass die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. An den Kassen wurden weitaus weniger Gäste registriert. „Das kann dann schon ein Problem werden, denn die Ausgaben für die Bands, Gema, Versicherungen und Co. bleiben natürlich die gleichen“, berichtete gestern Schatzmeister Peter Schuster.

Bühnen-Programm ist nur über den Wegezoll finanzierbar


Der Eintrittspreis von fünf Euro sei bewusst niedrig gehalten, wenn jetzt noch weniger Besucher kommen, dann wird das auf absehbare Zeit ein Problem, rechnete Schuster vor.
Wie er mitteilte, kostet das Fest den Historienfestverein summa summarum rund 90.000 Euro. Das alles kann nur über die Eintrittspreise gegenfinanziert werden. Sein Dank galt aber auch der Stadt Seesen, die das Sehusafest alljährlich unterstützt.
Wahrscheinlich lag es am Wetter, dass weniger Gäste kamen als in den Jahren zuvor. Die, die gekommen waren, dürften indes ihren Spaß gehabt haben. Das 41. Sehusafest hatte viel zu bieten. Nach dem Auftakt am Sonnabend ging es am Sonntag zur Mittagszeit heiter weiter.
Zu den festen Bestandteilen des historischen Sehusafestes gehörte natürlich auch in diesem Jahr wieder der große Festumzug am Sonntagnachmittag.
Ob Schutten, Ritter, Zigeuner, Gaukler und viele weitere Akteure, die auch diesmal wieder die Tradition des nunmehr bereits 41. Sehusafestes aufrecht erhielten – sie alle sorgten wieder für einen prächtigen und farbenfrohen Umzug, der sich seinen Weg durch die von Hunderten bevölkerten Straßen bahnte.
Im Anschluss wurde im Schlosspark und auf dem Festgelände in der Seesener Innenstadt weiter gefeiert. Gegen 20 Uhr verließen dann die letzten Besucher das 41. Sehusafest – und das in der Gewissheit, dass Auflage Nr. 42 bereits in Planung ist. Man darf sich jetzt ein Jahr im Voraus freuen.