Zukunftstag im Zeitungshaus

Acht Schülerinnen und Schüler nahmen am Zukunftstag beim „Beobachter” teil, Redaktionshospitantin Lisann Krüger, Redakteur Daniel Hinz und Redaktionsleiter Ulrich Kiehne nahmen die Nachwuchsredakteure unter ihre Fittiche und gaben einen Einblick in die Aufgaben der Journalisten. 
 
Lokaltermin bei der Kolpingsfamilie. Eifrig wurde alles in den Notizblock notiert, schließlich kann sich selbst der cleverste Nachwuchsreporter nicht alles auf einmal merken.

Zukunftstag beim „Beobachter“/ Dem Berufsalltag eines Redakteurs näher gekommen

Wie entsteht eine Zeitungsseite und welche Berufe außer dem des Redakteurs gibt es bei einem Zeitungsverlag eigentlich noch? Diese und viele weitere Fragen wurden beim Zukunftstag in der vergangenen Woche auch beim Seesener „Beobachter“ beantwortet.

Wie in vielen Unternehmen waren auch einige Schüler in das Seesener Verlagshaus gekommen. Die insgesamt acht Jungen und Mädchen schnupperten dabei in den Alttag eines Redakteurs und schlüpften auch selbst in dessen Rolle.
Nach der Begrüßung durch Chefredakteur Ulrich Kiehne gingen sie mit Praktikantin Lisann Krüger erst einmal die Zeitung durch und machten sich mit den verschiedenen Textarten wie Bericht oder Meldung vertraut. Lisann Krüger, die aktuell eine Hospitanz in der Redaktion durchläuft, erzählte, worauf die Redakteure bei der Gestaltung der Zeitungsseiten und beim Schreiben der Berichte achten müssen. Bei einem Rundgang durch den Verlag wurden anschließend alle Abteilungen vorgestellt. Angefangen von der Geschäftsstelle im Eingangsbereich, wurde den Kindern beim Vertrieb auch erklärt, wie die Zeitungen in der Nacht von der Druckerei aus Einbeck in die Briefkästen kommen. Auch beim Anzeigenverkauf und in der Technik ließen sich die Jugendlichen von der Arbeit berichten.
Anschließend wurde es dann „ernst“. Nun waren die Schüler an der Reihe. In Zweiergruppen bekamen sie eine kurze Meldung von der Polizei und sollten diese in einen Zeitungstext verwandeln. Als die Entwürfe fertig waren, blieb zunächst gar keine Zeit mehr, um diese zu besprechen. Denn gemeinsam mit Lisann Krüger führte der Weg die Zwölf- bis 16-Jährigen zu einem LokalTermin zur katholischen Kirche. Die Jung-Reporter bewaffneten sich mit Block und Stift, bevor sie mit Lisann Krüger zur katholischen Pfarrkirche gingen. Dort wartete bereits Alfred Kaczmarczyk als Vorsitzender der Seesener Kolpingsfamilie. Hier wurden Fahrräder für den guten Zweck gesammelt und unsere acht Nachwuchsreporter machten sich fleißig Notizen.
Die Jungen und Mädchen konnten hier selbst Fragen stellen und ihre wichtigsten Informationen notieren. Die Blöcke füllten sich, als Alfred Kaczmarczyk über die Sammelaktion erzählte. Nachdem abschließend Fotos gemacht wurden, ging zurück zum „Beobachter“.
Nach einer kleinen Mittagspause konnten sich die Schüler noch zu ihren bearbeiteten Pressemitteilungen austauschen. Jede Gruppe las ihren Entwurf vor, Redakteur Daniel Hinz gab Tipps, was zum richtigen Feindschliff noch fehlt. Später gab er noch weitere Verbesserungsvorschläge und Schreibtipps. Zum Vergleich wurden die in der Zeitung gedruckten Meldungen neben die Beispielen gestellt.
Die nächste Aufgabe war, die Stichpunkte vom Termin in eine Textform zu bringen. Damit keine Missverständnisse entstanden wurden die einzelnen Stichpunkte besprochen und zusammengefügt. Jetzt durften die Jugendlichen anfangen zu schreiben. Lisann Krüger machte darauf aufmerksam, dass die Wichtigkeit der Informationen beachtet werden muss, um die Notizen in der richtigen Reihenfolge in einen fließenden Text zu bringen.
Eine Rolle spielen hierbei die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wie? Warum?. Denn für den Leser sind diese Informationen entscheidend. Trotz kleiner Anfangsschwierigkeiten konnten die Jungen und Mädchen die Aufgabe mit guten Ergebnissen aufwarten.
Danach hatten die Jugendlichen noch etwas Zeit, um in den alten Zeitungen aus dem Archiv zu stöbern. Da konnten sie erfahren, was beispielsweise an ihrem Geburtstag alles in der Zeitung stand und passiert ist. Daniel Hinz zeigte auch die älteste Zeitung, die er im Archiv finden konnte. Diese stammte aus dem Jahr 1890. So lange und sogar noch etwas länger gibt es die gedruckte Zeitung in Seesen bereits. Mit der altdeutschen Schrift hatten die Schüler allerdings so ihre Probleme. Trotzdem hatten die Jungen und Mädchen am Ende viel an Informationen mitgenommen.