Zum fünften Mal „Umweltschule in Europa“

Mit der Untersuchung des Zustandes der Seckau präsentierte sich die Hauptschule Am Sonnenberg rund um die Preisverleihung in Duderstadt.

Hauptschule Am Sonnenberg überzeugte Jury mit Pflanzaktion und Seckau-Projekt

Die Hauptschule Am Sonnenberg Seesen hat es wieder einmal geschafft. Nach 2003, 2007, 2011 und 2012 darf sie zum fünften Mal den Titel „Umweltschule in Europa“ tragen.

Kein Wunder, dass sowohl die verantwortliche Biologielehrerin Dr. Anke Wölker als auch die sie begleitenden Schüler Michael Dröge (7a), David Umland (7a), Kevin Kliszowski (10b) und Julia Bosse (10a) übers ganze Gesicht strahlten, als sie jetzt bei der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt die Auszeichnungsurkunde und die Flagge in Empfang nehmen konnten.
Das Feld der Mitbewerber war recht groß. Waren beim Start des Projekts vor 18 Jahren gerade einmal 22 Schulen in Niedersachsen mit von der Partie, so beteiligten sich 2013 an dem Wettbewerb sage und schreibe 360 Schulen.
Die Hauptschule Am Sonnenberg war wie gewohnt mit zwei Projekten an den Start gegangen. Beim ersten handelte es sich um großangelegte Pflanzaktionen im Seesener Forst. Dabei hatte zunächst die Klasse 8b im Rahmen der Aktion „Ein Baum für jedes Kind“ für die Deutsche Umweltstiftung 120 Bioland-zertifizierte Bäume wie Rotbuche, Hainbuche, Salweide, Feldahorn, Holzapfel und Vogelkirsche gepflanzt. Wenige Tage später dann rückten im Granetal oberhalb des Kurparks Hauptschüler aus sechs Klassen von Jahrgang 5 bis 9 an, um mehr als 740 Waldpflanzen – Flatterulmen, Wildäpfel und -birnen, Haselsträucher, Roterlen und Douglasien – in die Erde zu bringen. Auch ein Hordenzaun und entsprechende Wuchshüllen zum Schutz wurden verbaut.
Bei dem zweiten Projekt, dass in Duderstadt auch anhand von Stellwänden vorgestellt wurde, handelt es sich um Untersuchungen rund um die Renaturierung der Seckau. Schon seit vier Jahren beobachten und dokumentieren die Schülerinnen und Schüler, in welchem Bezug Gewässerqualität und Bewuchs im Verlauf des Baches stehen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Konnte noch im Jahr 2009 für die Qualität bei spärlichem Bewuchs lediglich die Note 3 bis 4 vergeben werden, so sind die Renaturierungserfolge gerade im Bereich der „oberen“ Seckau überaus erfreulich. Es gibt deutlich mehr Sträuche und Bäume, und die Wasserqualität verbesserte sich parallel bis heute spürbar.
„Dass unsere Arbeit mit der neuerlichen Auszeichnung honoriert wurde, freut uns riesig“, sagte Dr. Anke Wölker dem „Beobachter“. Die Pädagogin engagiert sich in diesem Bereich schon seit mittlerweile einem Jahrzehnt mit viel Hingabe und Freude. „Es macht einfach Spaß, mit den Schülern ökologische Themen und Inhalte rund um nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten“, betont sie. Fest steht schon jetzt, dass sich die Hauptschule Am Sonnenberg keinesfalls auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern sich auch weiter um den Titel „Umweltschule in Europa“ bewerben wird.