Zwei neue Kinderkrippen für Seesen?

Nach Abwägung aller zugrundeliegenden Daten hat sich die CDU/FDP-Gruppe dazu entschieden, im Bereich der Kernstadt, im städtischen Gebäude der Schreibschule eine Krippengruppe einzurichten.

CDU/FDP-Gruppe präferiert zusätzliche Einrichtungen am Schulplatz und in Münchehof

Das Land Niedersachsen bezuschusst aktuell neugeschaffene Krippenplätze mit 12.000 Euro pro Platz. Um in den Genuss dieser Zuschüsse zu kommen, ist es erforderlich, schnellstmöglich entsprechende Anträge an die Landesschulbehörde zu stellen. Aufgrund von Untersuchungen geht man nach Mitteilung der CDU/FDP-Gruppe davon aus, dass immer mehr Eltern für ihre Kleinkinder Krippenplätze wünschen. Durch den Anstieg der Asylbewerberzahlen ist zudem von einer Zunahme der Geburten auszugehen.
Seitens der Stadt Seesen ist nach Zugrundelegung aller Faktoren ein zusätzlicher Bedarf von Krippenplätzen zu erwarten. Aus diesem Grunde wurde eine Informationsvorlage für die im Rat vertretenen Fraktionen geschaffen. Verschiedene Varianten sind vorgeschlagen, um den Bedarf zu decken.
Nach Abwägung aller zugrundeliegenden Daten hat sich die CDU/FDP-Gruppe dazu entschieden, im Bereich der Kernstadt, im Städtischen Gebäude der Schreibschule Am Schulplatz, eine Krippengruppe einzurichten. Der Vorteil hierbei wäre nach Mitteilung des Fraktionsvorsitzenden Rudolf Götz, dass leerstehende Räume genutzt werden können, eine Anbindung an den Kindergarten Am Schulplatz besteht. Die entsprechenden Umbaumaßnahmen einschließlich der Einrichtung würden sich auf rund 160.000 Euro belaufen. Abzüglich der Zuschüsse verbleibt ein Eigenanteil von rund 12.000 Euro bei der Stadt Seesen. Dies ist die kostengünstigste Variante, die allerdings auch durch ihre Vorzüge besticht. Dazu gehören die zentrale Lage und die Einbindung in einen bestehenden Kindergarten, was eine große Beweglichkeit beim Personal und der pädagogischen Begleitung bedeutet.
Um auch den Bedarf in den Ortsteilen zu decken, wurde als zweite Variante der DRK-Kindergarten Münchehof ausgesucht. Nach bisherigen Schätzungen müsste ein Anbau getätigt werden, der mit rund 340.000 Euro zu Buche schlägt. Abzüglich der Zuschüsse würde dies einen Eigenanteil von rund 163.000 Euro seitens der Stadt bedeuten. Als Einzugsgebiet gelten die Ortsteile Münchehof, Ildehausen, Kirchberg und Herrhausen, wobei aufgrund der guten Verkehrsanbindung auch Kinder aus der Kernstadt und anderen Ortsteilen Zugang finden könnten.

„Münchehof ist auch für Auswärtige attraktiv!”
Durch viele „Berufsbeziehungen“, gerade durch das Kalkwerk und dem Fermacell-Werk, ist Münchehof für auswärtige Eltern und ihre Kinder attraktiv. Daraus hat sich in der letzten Zeit verstärkt der Wunsch entwickelt, Kinder in der Nähe der Arbeitsplätze unterzubringen. Mit der Auswahl Münchehofs möchte man diesen Trend unterstützen.
Bei den Planungen für einen Anbau in Münchehof wird angeregt, ob nicht durch Beiträge des Ortes und von Sponsoren der verbleibende Anteil der Stadt Seesen minimiert werden kann.
Für die CDU/FDP-Gruppe wäre es ein erfreuliches Ergebnis, wenn schon in 2017 zusätzliche Krippenplätze geschaffen werden könnten. Abhängig ist dies von der Antragslage. Zeitnah werden im Sozialausschuss der Stadt die entsprechenden Entscheidungen getroffen, damit der Antrag sofort gestellt werden kann.
Mit dem weiteren Angebot von Krippenplätzen nutzt Seesen alle Möglichkeiten für eine kinderfreundliche Stadt. Dazu Rudolf Götz: „Ich freue mich besonders, dass mit dieser Entscheidung in einem Ortsteil zukunftsbezogen investiert wird!“