Zwei Schwerstverletzte und vier Leichtverletzte bei Karambolage auf A7 bei Seesen

Der Fahrer eines Kleintransporters übersieht Stauende und fährt ungebremst auf. Schwerstverletzt wird er mit dem Hubschrauber Christoph 44 in die Uni-Klinik Göttingen geflogen. (Foto: Feuerwehr Rhüden)

Vollsperrung der BAB 7 nach schwerem Verkehrsunfall mit sechs beteiligten Fahrzeugen, zwei Personen wurden lebensbedrohlich verletzt, vier weitere Personen leichtverletzt. Rund 80 Einsatzkräfte eilten zur Unfallstelle. Die Polizei schätzt den Schaden auf gut 100.000 Euro.

Am Donnerstag, dem 06.06.13, gegen 19.30 Uhr, befuhren alle Beteiligten die Autobahn 7 in Fahrtrichtung Hannover. Aufgrund einer Baustelleneinrichtung mit einspuriger Verkehrsführung staute sich der Verkehr auf. Ein 39-jähriger Fahrer aus Hannover übersah die bis zum Stillstand abbremsenden Fahrzeuge und fuhr mit seinem Kleintransporter Citroen Jumper ungebremst auf das Stauende auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der vor ihm stehende Transporter gegen einen weiteren Pkw und gegen die Mittelschutzplanke geschleudert und kippte auf die rechte Seite. Drei Pkw wurden durch den Aufprall ineinander geschoben.

Die Fahrzeuge wurden durch die Karambolage erheblich beschädigt. Mit Eintritt des Verkehrsunfalles war die Richtungsfahrbahn Hannover sofort blockiert. Die Rettungskräfte und die Feuerwehren aus Rhüden und Seesen gelangten durch die von den im Stau stehenden Fahrzeugen gebildete Rettungsgasse zur Unglücksstelle. Zur Landung des angeforderten Rettungshubschraubers wurde zusätzlich die Richtungsfahrbahn in Richtung Kassel voll gesperrt Diese Sperrung dauerte bis 21.15 Uhr an. Rund 80 Kräfte der Feuerwehren aus Seesen und Rhüden, der Rettungsdienste aus Seesen, Goslar und Gandersheim, vom DRK Seesen, Christoph 44 aus Göttingen sowie die Autobahnpolizei aus Göttingen kamen zum Einsatz. Die Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Hannover konnte nach Beendigung aller polizeilichen Maßnahmen durch die Autobahnpolizei Hildesheim und der Bergungs- und Reinigungsarbeiten in den frühen Morgenstunden um 02.20 Uhr aufgehoben werden. Der Verkehr wurde für die Zeit der Vollsperrung über die Umleitungsstrecken geführt.

Der 39-jährige Fahrer aus Hannover und sein 42-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Hannover, wurden durch den Aufprall im Citroen eingeklemmt und lebensbedrohlich verletzt. Mittels hydraulischer Rettungsgeräte konnten diese durch die Feuerwehr befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Vier weitere Personen aus den anderen beteiligten Fahrzeugen wurden leicht verletzt. Ein Ersthelfer verletzte sich bei der Bergung der Verletzten an der linken Hand.

Aufgrund der schweren Verletzungen wird der 39-jährige Hannoveraner mit dem Rettungshubschrauber in die UNI-Klinik nach Göttingen verbracht, der schwerverletzte Beifahrer in die Asklepios Kliniken in Seesen. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf ca. 100.000 Euro.