Zwei Verletzte bei Gebäudefeuer in Seesen

Das 1.Obergeschoss des Wohnhauses fällt den Flammen zum Opfer. Bewohner und Nachbarn können sich vor dem Brand in Sicherheit bringen.

Brandschützer bekämpfen Großbrand in der Frankfurter Straße / Vier Bewohner können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen / Gesamtschaden deutlich über 100.000 Euro

Ein Großfeuer hielt in der Nacht zum Montag die Seesener Feuerwehren in Atem. In der Frankfurter Straße 46 stand das erste Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses beim Eintreffen der Ortswehren aus Seesen, Rhüden, Engelade, Bilderlahe und Bornhausen bereits lichterloh in Flammen. Mehr als 105 Einsatzkräfte der Feuerwehren, vom Rettungsdienst, DRK sowie der Polizei aus Seesen und Goslar eilten am Montagfrüh gegen 1.30 Uhr zur Einsatzstelle. In der Dunkelheit waren die Flammen von weit her sichtbar. Das Feuer, das nach 1 Uhr in der Nacht im 1.OG ausgebrochen sein muss, wurde von Nachbarn bemerkt, die umgehend den Notruf absetzten. „Ich habe einen Knall gehört und habe gedacht, dass vor dem Haus ein Verkehrsunfall passiert wäre. Als ich dann aus dem Fenster sah, konnte ich schon die Flammen sehen und habe sofort den Notruf abgesetzt“, erklärte der 50-jährige Nachbar gegenüber der Zeitung. Auch der Bewohner der Dachgeschosswohnung hatte Knistergeräusche gehört und sich in Sicherheit gebracht. „Ich war noch wach und habe laute Knistergeräusche gehört, die ich nicht einordnen konnte, aber dann entdeckte ich das Feuer. Ich rief dann die Feuerwehr“, berichtete der 46-jährige, der noch in der Nacht bei seiner Schwester unterkam. Alle vier Bewohner, auch der Bewohner der betroffenen Wohnung, konnten sich vor eintreffen der Wehren vor den Flammen selbst retten, zwei von ihnen mussten jedoch mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in die Krankenhäuser nach Seesen und Bad Gandersheim verbracht werden.

Auch wenn die Wohnung im 1. Obergeschoss weitestgehend zerstört wurde, konnten die eingesetzten Kräfte das Nachbargebäude vor einem Übergreifen der Flammen schützen. Dieses gelang, obwohl sich die Hitze massiv verbreitete. Bis in die Morgenstunden waren die Wehren damit beschäftigt, die Flammen zu ersticken. Alarmiert wurden die Wehren um 1.28 Uhr, aber dabei blieb es nicht, denn kurz vor 6 Uhr musste die Seesener Brandschützer erneut in die Frankfurter Straße ausrücken um wieder entflammte Dachbalken und Teile der Wanddämmung endgültig abzulöschen. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Der Gesamtschaden wird von der Goslarer Polizei auf deutlich über 100.000 Euro geschätzt.