Zweiter Bandcontest verspricht ein Fest zu werden

Die Alternativ-Metal-Band Emil Bulls ist der diesjährige Headliner.

Acht Contestbands und zwei Headliner der Extraklasse / Am 22. September wird in Seesen wieder gerockt

Von Maximilian Strache,
Seesen

Die Contestbands sind ermittelt, die beiden Headliner stehen fest, die Jurymitglieder spitzen bereits ihre Bleistifte, der Kartenvorverkauf läuft, die Plakate sind designed, um es auf einen Nenner zu bringen: Das Organisationsteam des 2. Seesener Band­contests hat in den vergangenen Wochen und Monaten eine Menge Arbeit erledigt, so dass einem erfolgreichen Event am Sonnabend, 22. September, eigentlich nichts mehr im Wege stehen dürfte.
Acht Bands werden sich in diesem Jahr in der Aula am Schulzentrum messen und versuchen, Jury und Publikum von sich zu überzeugen. Die stilis­tische Bandbreite hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewandelt. Waren es beim 1. Seesener Bandcontest noch hauptsächlich Metal-, Hardcore- und Punkbands, so bietet das Line-Up der Contestbands in diesem Jahr größere Abwechslung.
Da wären beispielsweise die acht Musiker von „Matthew Graye“ aus Hildesheim. Die Band liefert eine gelungene Mischung aus Punk und Reggae und legt dabei eine sehr lässige Attitüde an den Tag. Aufgrund ihres schon sehr ausgefeilten Sounds kann man sie schon jetzt als einen heißen Anwärter auf einen der vorderen Plätze sehen.
Ähnlich sieht es da auch bei den fünf Studenten aus Goslar aus, die unter dem Namen „Banquo“ durch die Republik reisen. Sie verfolgen den Plan lyrisch-anspruchsvolle Rockmusik zu komponieren. Und bei einer ersten Hörprobe auf ihrer Homepage wird schnell klar, dass sie diesen Plan recht gut in die Tat umsetzen.
Fast schon um alte Bekannte handelt es sich bei der Osterode Band „The Overcome Solitude“, die schon beim letzten Bandcontest für Furore sorgten. Die vierköpfige Kapelle hat sich dem College-Punk verschrieben und in den vergangenen Monaten auf Konzerten reichlich Zuspruch dafür erfahren. Gerade, weil die jungen Musiker derart ambitioniert und motiviert zur Sache gehen, dürften auch sie ein Anwärter auf die vorderen Plätze sein.
Mit harten Klängen werden die Besucher dann beim Auftritt der Goslarer Death-Metal-Band „Excrement“ konfrontiert werden. Die vier Musiker haben schon bei anderen Bandcontets gezeigt was sie drauf haben, dürften es aber dennoch aufgrund der schieren Power und Härte ihrer Musik schwer haben, Jury und Publikum nachhaltig von sich zu überzeugen. Gerade DeathMetal-Bands haben es bei lokalen Wettbewerben immer wieder schwer.
Den weitesten Reiseweg werden die fünf Musiker von „Pluspunkt!“ auf sich nehmen. Die Deutsch-Rock-Combo aus der Landeshauptstadt exis­tiert bereits seit 2008 und hat in dieser Zeit schon eine Menge Live-Erfahrung sammeln können. Ihre Musik lässt sich wohl am besten mit Bands wie Madsen oder Revolverheld vergleichen.
Mit einer Mischung aus Rock und Metal werden „Faith­ful Enemy“ aus Osterode an den Start gehen. Die fünfköpfige Kapelle wusste schon beim jüngsten Kirchberg-Open-Air zu überzeugen und wird den Wettbewerbsbesuchern vermutlich ordentlich einheizen.
Ganz am Anfang ihrer musikalischen Karriere steht indes die Band „A to Z“. Die vier Musiker haben die Formation erst im Januar diesen Jahres gegründet und spielen eine Mischung aus Punk/Pop und Indie Rock. Bei „A to Z“ handelt es sich übrigens um die einzige Band, die direkt aus Seesen stammt. Ein Heimvorteil sollte ihnen also sicher sein.
Mit den Hildesheimer Jungs von „Faceplant“ schließt sich der Reigen der Contestbands. Die Band selbst beschreibt ihren Stil als „Post-Psychdelic-Pop-Grunge-Funk-Rock“, was eigentlich nur heißen kann, dass sich die drei Musiker in keine gängige Schublade packen lassen wollen. Hört man sich ein paar ihrer Songs auf ihrer Hompage an wird schnell klar, dass sich die Musiker durchaus von Bands wie Tool, Queens Of The Stone Age, Red Hot Chili Peppers oder Eels inspiriersen lassen. Spannend ist der Sound in jedem Fall und es wird wirklich interessant werden, wie die Band ihren Sound auf der Bühne rüberbringt.
Als Headliner werden die Bands „Ich Kann Fliegen“ und „Emil Bulls“ auftreten. Beide Bands spielen außer Konkurrenz. Ihre Auftritte werden im Anschluss an die Contestbands erfolgen. „Ich Kann Fliegen“ ist einem breiteren Publikum durch ihren Auftritt beim BundesVisionSongcontest von Stefan Raab bekannt geworden. Inzwischen haben sich die Musiker in der deutschen Musikszene etabliert und einen Vertrag beim Plattenriesen Universal ergattert.
„Emil Bulls“, eine Alternative Metal-Band aus München, rockt schon seit 1995 die Clubs und Hallen in Deutschland und Europa. Ihren ersten Erfolg feierte die Band bereits 1996, als sie beim Emergenza Band-Contest den 3. Platz belegte. In den folgenden tourte die Band durch ganz Europa.
Ihr neuestes Album „Oceanic“ erreichte Platz 16 in den Deutschen Albumcharts. Ihr größter Single-Erfolg ist die Coverversion von A-Ha-Superhit „Take on me“.
Karten für den Seesener Bandcontest gibt es ab sofort im Vorverkauf. Diese können einfach bei den teilnehmenden Contestbands, bei der Jugendfreizeitstätte (vorverkauf@jfs-seesen.de) oder bei der Braunschweigischen Landessparkasse in der Niederlassung Seesen erworben werden.