Zwölf alleinstehende Männer im Kochkurs von AKIT dabei

Friedrich Orend (4. von links) kochte mit den Teilnehmern ein 3-Gänge-Menü.

Friedrich Orend machte die Männer mit einem traditionellen deutschen Menü aus dem Harz bekannt

Zum zweiten Mal hat Ludmila Heilmann, die Integrationsbeauftragte der Stadt Seesen, die Männerkochgruppe vom „AKIT“ in die Jugendfreizeitstätte Seesen eingeladen.

Teilnehmer waren zwölf geflüchtete, alleinstehende Männer aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Das Ziel des monatlichen stattfindenden Kochkurses ist es, die Männer dabei zu unterstützen ihre Kochkünste zu verbessern oder unter Beweis zu stellen und dabei durch die Interaktion mit einem jeweils wechselnden Koch und verschiedenen internationalen Gerichten, den Austausch und die Integration zu fördern.
Dieses Mal war der Museumsleiter Friedrich Orend aus Seesen anwesend, der sich in einer kurzen Vorstellungsrunde vorstellte und von sich und seiner Arbeit berichtete. Anschließend machte er die Männer mit einem traditionellen deutschen Menü aus dem Harz bekannt. Von 17 bis 20 Uhr standen die Männer gespannt um den Koch herum, stellten viele Fragen, hörten aufmerksam zu und schnipselten und kochten mit Freude. Die Verständigung in der Küche funktionierte auch ohne viele Worte und mit vielen Gesten und vor allem in einer gemütlichen und fröhlichen Atmosphäre.
Das Ergebnis war ein vollständiges Menü, bestehend aus einer Vorspeise (Tatar von Matjes auf Vollkornbrot), einem Hauptgang mit Kartoffeln und Zaziki und einem süßen Dessert (Pfannkuchen mit Äpfeln). Auch wenn das Menü und vor allem die Vorspeise noch für einige Männer gewöhnungsbedürftig schmeckten, wurden alle Speisen neugierig probiert und der Koch erhielt viel Lob. Beim abschließenden gemeinsamen Essen saßen alle dann in einer entspannten, gemütlichen Runde zusammen, die Orend mit einer Einladung in sein Museum abrundete.