ADAC startet Deutschlands größte Sicherheitswesten-Aktion

75.000 Schulanfänger in Niedersachsen sicher unterwegs

Rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit beginnt mit der Ausgabe von Sicherheitswesten an Erstklässler zum dritten Mal eines der größten Kinderschutz-Projekte. Allein in Niedersachsen beteiligen sich rund 1.800 Schulen an dem Projekt. Dort statten der ADAC und seine Partner 75.000 Schulanfänger mit den Sicherheitswesten aus.
Ziel dieser Gemeinschaftsaktion der ADAC-Stiftung "Gelber Engel", der BILD-Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" und der Deutschen Post ist es, den Schulweg für die Jüngsten noch sicherer zu machen. Die Schirmherrschaft für das Projekt haben Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und der Präsident der Kultusministerkonferenz 2012 Thies Rabe übernommen. Für Niedersachsen konnte Ministerpräsident David McAllister als Schirmherr gewonnen werden.
Anlass für die Aktion sind die immer noch alarmierend hohen Zahlen von Unfällen junger Verkehrsteilnehmer.
"Unser Ziel ist es, die Zahl von verunglückten Kindern im Straßenverkehr zu senken. Kinder verunglücken im Herbst deutlich häufiger als im Sommer. Deswegen müssen sie rechtzeitig gesehen werden. Mit den Sicherheitswesten werden wir dieses Ziel erreichen", so Reinhard Manlik, Vorsitzender des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.
Um die Verkehrssicherheit von Schulanfängern darüber hinaus zu verbessern, sollten Eltern den Schulweg mit ihrem Nachwuchs üben. Gefordert sind aber auch die Kommunen, die Voraussetzungen für einen gefahrlosen Schulweg zu schaffen, und nicht zuletzt die Autofahrer. Sie sollten stets ein waches Auge auf Kinder am Fahrbahnrand haben und in der Nähe von Schulen besonders vorsichtig fahren.
Übrigens: Bundesweit werden insgesamt 750.000 ABC-Schützen an rund 16.500 Schulen die bunten Sicherheitswesten mit dem Aufdruck "Verkehrsdetektive" erhalten.

Die zehn wichtigsten ADAC-Tipps zur Schulwegsicherheit

1. Eltern sollten den Weg zur Schule mit ihren Kindern immer wieder praktisch üben und gelegentlich nachkontrollieren. Gefahrenstellen auf dem Weg sollten ausführlich besprochen werden.
2. Auch längere Zeit nach dem Schulanfang dürfen die Eltern ihre Kinder noch begleiten. Um Gefahren auf dem Weg frühzeitig zu erkennen, hilft außerdem ein Rollentausch: Kinder bringen die Eltern zur Schule und erklären selbst die gefährlichen Stellen.
3. Umwege müssen in Kauf genommen werden, wenn es der Sicherheit dient. Nicht immer ist der kürzeste Schulweg auch der sicherste.
4. Eltern sollten ihren Kindern beibringen, auch an gesicherten und vermeintlich sicheren Übergängen wie Zebrastreifen und Ampeln vorsichtig zu sein.
5. Morgens immer rechtzeitig losgehen, um Fehler unter Zeitdruck zu vermeiden.
6. Eltern können ihren Kindern dabei helfen, Weggemeinschaften zu finden.
7. Bei schlechter Sicht ist es ratsam, dass sich Eltern und Kinder immer hell kleiden, um einen Kontrast zur dunklen Umgebung zu erzeugen.
8. Eltern sollten ihrer Vorbildrolle immer gerecht werden und sich an die Verkehrsregeln halten.
9. Den Schulweg trainieren, auch wenn Kinder mit Bus oder Straßenbahn fahren müssen. Gemeinsame Probefahrten machen!
10. Die Kinder sollten nur in Ausnahmesituationen zur Schule gefahren werden, um ihre Selbstständigkeit zu fördern. Während der Fahrt müssen die Kinder grundsätzlich mit dem vorgeschriebenen Rückhaltesystem gesichert sein, auch bei kurzen Fahrten.