Aktion „Ich trag' Helm“: Mit Köpfchen fahren

Beim Thema Fahrradhelm gehen die Meinungen weit auseinander. Da sie bei Unfällen Kopfverletzungen verhindern oder die Schwere mildern können, setzt sich die Deutsche Verkehrswacht (DVW) für das freiwillige Tragen eines Fahrradhelms ein. Mit fachkundigen Einkaufstipps kann jeder den passenden Helm für sich finden.

Contra Fahrradhelm

Helme verhindern keine Unfälle.
Der Nutzen von Helmen wurde bisher wissenschaftlich nicht hinreichend belegt.
Das Tragen von Helmen könnte Autofahrer zu riskanten Fahrmanövern verleiten, etwa bei Überholvorgängen von Radfahrern.

Pro Fahrradhelm

Helme verhindern oder mindern die Schwere von Kopfverletzungen.
Moderne Helme sind sehr stabil (In-Mold-Helme), leicht und gut belüftet.
Gute Helme müssen nicht viel kosten. Gesundheit ist unbezahlbar.
Reflektoren und Rücklicht am Helm verbessern die Sichtbarkeit von Radfahrern.


Beim Kauf eines Fahrradhelms rät Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und Bundesminister a.D., sich im Fachgeschäft beraten zu lassen und das Modell anzuprobieren. Mit Hilfe des Kopfrings wird der Helm an die Kopfform angepasst.

Folgende Tipps helfen beim Einkauf:

Fragen Sie nach In-Mold-Helmen. Bei diesem Herstellungsverfahren werden die äußere Schale und der Hartschaum miteinander verschweißt. Daher sind diese Helme deutlich stabiler als verklebte, sie sind zudem leichter und langlebiger.
Achten Sie auf das europäische Prüfsiegel DIN EN 1078 (CE), das gute Helme auszeichnet.
Achten Sie auf die Luftschlitze; ein Helm, in dem die Luft zirkulieren kann, hat gerade im Sommer deutlich mehr Tragekomfort.
Testen Sie die Kinnriemen – sie sollten breit, weich und hautfreundlich sein.
Denken Sie an ein Insektennetz – es schützt vor unerwünschten Besuchern.
In der kühleren Jahreszeit helfen spezielle Unterziehmützen.
Reflektoren und integrierte Rück- und/oder Blinklichter sorgen für mehr Sicherheit.

Weitere Informationen zur Aktion finden Sie unter www.ich-trag-helm.de