Autopanne: Tipps für den Ernstfall

Kein Autofahrer denkt gerne darüber nach, dennoch kommen sie täglich vor und lassen sich im Vorfeld nur schwer verhindern: Autopannen. Allein Deutschlands größter Automobilclub hat im vergangenen Jahr mehr als vier Millionen Mal Pannenhilfe geleistet. Grund genug für das Autoportal MeinAuto.de einige Tipps für den Ernstfall zusammen zu stellen.

Um im Eintrittsfall Panik und lebensgefährliche Situationen zu vermeiden, sollte jeder Verkehrsteilnehmer nicht nur auf eine angemessene Ausrüstung seines Fahrzeugs achten, sondern sich auch mit den "Do's and Dont`s" im Falle einer Autopanne auseinandersetzen. Ins Auto gehören neben Warndreieck, Warnwesten und Verbandskasten möglichst auch ein Reserverad, ein Wagenheber, ein Starthilfekabel, ein Abschleppseil, Ersatzglühlampen, Handschuhe und eine Taschenlampe.

So verhalten sich Betroffene richtig

„Ruhe bewahren, Absichern, Panne melden, Selbsthilfe“ – wer diese Schritte befolgt, verhält sich richtig bei einer Autopanne. Ob auf der Autobahn oder der Landstraße, falls das Weiterfahren mit dem Fahrzeug unmöglich ist, sollte umgehend der Warnblinker eingeschaltet werden, um andere Verkehrsteilnehmer auf das abnehmende Tempo des eigenen Pkw aufmerksam zu machen.
Unter Beachtung des anderen Verkehrs gilt es dann, das Auto möglichst sicher in eine Pannenbucht, an den Straßenrand oder auf den Standstreifen zu lenken. Wenn der Fahrer den Pkw vollständig gestoppt hat, sollte er das Lenkrad nach rechts einschlagen, damit das Fahrzeug im Falle eines Auffahrunfalls nicht wieder in den Verkehr gerät.
„Alle Insassen müssen das stehen gebliebene Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen, und zwar am besten auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite“, weiß Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de.
Bis auf Handy, Fahrzeugpapiere und der Notrufnummer-Notiz oder gegebenenalls die Mitgliedskarte vom Automobilclub und die Versicherungskarte empfiehlt es sich, alle Gegenstände im Auto zurückzulassen. Kinder sollten nicht alleine aussteigen und Hunde gehören an die Leine. Es ist besonders wichtig, dass sich alle Mitfahrer nach dem Aussteigen unmittelbar von der Straße entfernen und hinter die Leitplanke begeben. Das Betreten oder gar Überqueren der Fahrbahn ist strengstens verboten.

Pannenstelle sichern und Hilfe rufen

Der Autofahrer muss die Warnweste überziehen und die Unfallstelle absichern, bevor er sich ebenfalls hinter die Leitplanke begibt. Das Warndreieck ist auf der Autobahn mit einem Abstand von mindestens 150 Metern vor der Pannenstelle aufzustellen. Zum Abschätzen der Entfernung können sich Betroffene in der Regel an den Begrenzungspfosten orientieren, denn vier Pfosten stehen auf einer Länge von 150 Metern. Auf der Landstraße ist im Übrigen ein Mindestabstand von zirka 100 Metern zum Pannenfahrzeug vorgeschrieben. Sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, kann per Handy oder Notrufsäule der Pannendienst eines Automobilclubs oder auch die Polizei informiert werden. Um den Standpunkt möglichst präzise beschreiben zu können, ist es wichtig auf Orientierungspunkte wie Angaben zur befahrenen Strecke, Richtung wie auch Schilder mit Angaben zu Autobahnkilometern, zu achten.