Eine echte Powerfrucht: Die Heidelbeere

KKH: Der Gesundmacher ist in Deutschland sehr beliebt

Von Region zu Region ist sie unter einem anderen Namen bekannt: Heidelbeere, Blaubeere, Schwarzbeere oder auch Bickbeere. Im vergangenen Jahr wurden laut Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden insgesamt 10.300 Tonnen Heidelbeeren in Deutschland gepflückt. Sie haben rund ein Drittel der gesamten Strauchbeerenernte in 2013 ausgemacht. Schon vor einigen Jahren hat die Heidelbeere die Johannisbeere vom ersten Platz der Beliebtheitsskala in Deutschland verdrängt.

„Mit nur 36 Kalorien pro hundert Gramm ist sie besonders kalorienarm“, weiß Bernd Leonhardt vom KKH-Serviceteam in Göttingen. „Außerdem stecken in den blauen Beeren Vitamin C und E, Folsäure und Eisen.“ Gesundheitsfördernde Eigenschaften werden den Heidelbeeren seit jeher zugeschrieben: Bereits im Mittelalter setzte die Äbtissin Hildegard von Bingen die getrockneten Beeren als Mittel gegen Durchfall ein. Aufgrund ihrer Gerbstoffe lindern Heidelbeeren auch Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum. In der Apotheke gibt es getrocknete Früchte oder Heidelbeerblätter, die als Teeaufguss ihre Wirkung entfalten können.

Vorsicht ist jedoch beim Verzehr von ungewaschenen Heidelbeeren geboten: Denn an ihnen können Eier des Fuchsbandwurms anhaften. Dessen Larven sind schädlich für den menschlichen Körper. Deshalb sollten Heidelbeeren immer nur gut abgewaschen serviert werden. Wer Heidelbeeren beim Obstbauern oder im Supermarkt kauft, sollte darauf achten, dass die Früchte frisch und prall aussehen. Frisch gepflückte Kulturheidelbeeren sind im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar.

Unkompliziert ist auch die Zubereitung. Die Früchte sind vielseitig in der Küche einsetzbar und verfeinern so manches Gericht. Heidelbeerfreunde kochen sie gern ein zu Konfitüre, Gelee oder Kompott. Auch das Backen mit Heidelbeeren gibt Obstkuchen, Pfannkuchen und Muffins eine besondere Note. Im Obstsalat, Joghurt oder Quark sind sie eine tolle Beilage.