Elektronische Gesundheitskarte ist Geldverschwendung

Die elektronische Gesundheitskarte ist umstritten. (Foto: Bundesregierung)

Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen fordert eine nicht Online-gebundene Version der Krankenversichertenkarte

Hannover (kvn/bo). Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sieht in der Ausgabe der so genannten elektronischen Gesundheitskarte (eGK) als Krankenversichertenkarte (KVK) eine vom Gesetzgeber zu verantwortende sinnlose Verschwendung von Versichertengeldern. Dies haben die Mitglieder der KVN- Vertreterversammlung am vergangenen Samstag in einer Resolution zum Ausdruck gebracht.
Die Vertreterversammlung der KVN lehnt den - zwecks forcierter Einführung - aktuell beschrittenen Weg des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ab, durch Rechtsverordnung die bislang gesetzlich vorgeschriebenen Testverfahren weitgehend außer Kraft zu setzen, in denen sich das Projekt bekanntlich als überwiegend praxisuntauglich erwiesen hatte.
Die Vertreterversammlung der KVN lehnt das vorgesehene, den Vertragsärzten zugewiesene onlinebasierte Management der Versicherten-Stammdaten durch die Praxen ab. Dies gehört in die Obliegenheit der Kostenträger und darf nicht als Vorwand zur Online-Pflicht der IT-Systeme ärztlicher Praxen herhalten.
Die Vertreterversammlung der KVN fordert aus diesen und aus datenschutzrechtlichen Gründen eine nicht Online-angebundene Version der KVK, wie es der durchgehenden Beschlusslage der Deutschen Ärztetage entspricht.