Experten raten: Winterreifen nicht zu früh einmotten

Experten raten dazu, die Autorreifen noch nicht zu wechseln. (Foto: Meike Pantel / pixelio.de)

Reifenwechsel erst ab kontinuierlichen sieben Grad

Auch wenn die jüngsten Temperaturen den Eindruck nahezulegen scheinen, der Winter sei bereits vorüber, sollten Autofahrer nicht schon jetzt auf Sommerreifen wechseln. Denn noch sind Rückfälle in die kalte Jahreszeit mit Wintereinbrüchen möglich.

Wer sein Fahrzeug dann schon auf Sommerbereifung umgerüstet hat, kann es möglicherweise nicht nutzen, wenn das Thermometer zu stark nach unten gehen sollte. Oder der Autobesitzer muss noch einmal auf die Winterreifen zurückgreifen, weil der Gesetzgeber keine Ausnahme macht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sind Winterreifen Pflicht, gleich in welchem Monat.
Somit kann auch die verbreitete Faustregel, nach der Winterbereifung „von O bis O“, also von Oktober bis Ostern, gefahren werden sollte, nur als vage Richtschnur dienen. Dafür sprechen allein schon die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in den verschiedenen Regionen Deutschlands. Deshalb raten Experten, die Winterreifen grundsätzlich eher etwas später als zu früh einzulagern.
Da diese Pneus vor allem bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius einen Gewinn an Sicherheit bedeuten, ist häufig auch von der sogenannten Sieben-Grad-Regel zu hören. Sie besagt, dass ein Wechsel auf Sommerbereifung erst dann erfolgen sollte, wenn die Außentemperatur kontinuierlich eben jene Sieben-Grad-Marke überschreitet. Doch auch mit dieser Empfehlung ist ein Autofahrer nicht vor unverhofften Kälteeinbrüchen gefeit.
Damit Winterreifen ihre bessere Schutzfunktion auf Straßen, die durch Schnee, Matsch und Glätte beeinträchtigt oder durch Laub und Streusalzrückstände verunreinigt sind, auch tatsächlich wahrnehmen können, müssen sie allerdings mehr Profiltiefe aufweisen als die Sommergummimischungen: Sachverständige fordern hierfür mindestens vier Millimeter statt des gesetzlich geforderten Minimums von 1,6 Millimetern.