Gute Getreide- und Rapsernte in Niedersachsen erwartet

Für das Jahr 2014 zeichnet sich mit 6,7 Mio. t die höchste Getreideernte seit dem Jahr 2010 ab. Wie das Landesamt für Statistik (LSN) mitteilt, ist es bezogen auf den Ertrag pro Hektar bereits der zweite Rekord in Folge: niemals seit Beginn der Erntestatistik im Jahr 1948 wurden höhere Durchschnittserträge ermittelt. Der Ertrag liegt im Jahr 2014 bei 82,1 dt/ ha und damit um 4,6 % höher als im Jahr 2013, das bislang den höchsten Hektarertrag verzeichnete.

Getreide wird auf 815 700 Hektar angebaut und ist damit die stärkste Anbaufrucht Niedersachsens. Mehr als die Hälfte des angebauten Getreides ist Weizen, gefolgt von Gerste und Roggen. Während bei den Anbauflächen für die Wintergetreidearten Steigerungen zu verzeichnen sind, geht die ohnehin geringe Fläche der Sommergetreidearten (Sommerweizen, Sommergerste, Hafer) weiter zurück. Grund hierfür sind die niedrigeren Erträge dieser Arten. Lediglich die Sommergerste schneidet mit einem Ertrag von 62,7 dt/ ha im Jahr 2014 (+6,5 % im Vergleich zum Vorjahr) mit einem guten Ergebnis ab. Beim Winterweizen können durchschnittlich 90,6 dt/ ha (+3,9 % im Vergleich zum Vorjahr) geerntet werden.

Der Ertrag von Raps und Rübsen ist mit 42,5 dt/ ha ebenfalls überdurchschnittlich hoch, wird aber von dem des Jahres 2009 noch übertroffen. Die Erntemenge sinkt um 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr, da gleichzeitig die Anbaufläche auf 127 800 ha zurückging.

Ertragsdaten für Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben liegen aufgrund der späteren Ernte dieser Fruchtarten noch nicht vor.