Herbstzeit ist Unfallzeit

Herbstliche Straßenverhältnisse können für Autofahrer verheerende Folgen haben. Bei nassen und rutschigen Straßen kann auch einem geübten Pkw-Fahrer schnell der Wagen ausbrechen.

Blätterberge verdecken Straßenschäden und können zur Unfallfalle werden

Herbstliche Witterungsbedingungen können zu riskanten Straßenverhältnissen führen. Blätterberge verdecken Straßenschäden und werden zur Unfallfalle. Kommt Regen hinzu, verwandelt sich Laub zu einem glitschigen Belag, der für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen gefährlich sein kann.

Bei nassen und rutschigen Straßen kann auch einem geübten Pkw-Fahrer schnell der Wagen ausbrechen. Der Bremsweg wird merklich länger, bei nasser Fahrbahn ist er mindestens 1,5- bis doppelt so lang, bei Schnee oder Rollsplitt vervierfacht er sich. Wer dann mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Insbesondere vor Kreuzungen und Fußgängerüberwegen sowie vor Brücken und in Waldstücken müssen Pkw-Fahrer ihr Tempo verringern. „Sollten die Reifen dennoch die Haftung verlieren, versuchen Sie, die Spur zu halten“, so Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a.D. „Kuppeln Sie aus oder schalten Sie bei Automatik auf N und vermeiden Sie heftiges Bremsen.“
Für Fahrradfahrer bergen innerorts insbesondere Kopfsteinpflaster, eiserne Kanaldeckel oder Straßenbahngleise eine Rutschgefahr, sodass bei starkem Regen, überfrierender Nässe oder Glatteis vom Radfahren abgeraten wird. Im Falle einer Bremsung ist die hintere Bremse zu bevorzugen, da beim Bremsen mit dem Vorderrad die Gefahr eines Kontrollverlusts über das Rad besteht.
Darüber hinaus rät die DVW Fahrrad- und Autofahrern gleichermaßen, ihr Reifenprofil zu überprüfen. Kurt Bodewig empfiehlt allen Radlern: „Lassen Sie den Luftdruck auf ein Mindestmaß ab. Dadurch bekommen die Reifen eine größere Auflagefläche, was – insbesondere bei Schnee – für mehr Sicherheit sorgt.“
Dass die Gefahren herbstlicher Straßenverhältnisse nicht zu unterschätzen sind, zeigen auch die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das Amt weist für die Monate Oktober bis Dezember 2012 deutlich erhöhte Unfallzahlen aus, wobei insbesondere die Unfälle mit Sachschaden in diesen Monaten zunahmen.