Kleine Nager zieht es jetzt in die Häuser

Die kleinen Nager sind Vorratsschädlinge und Krankheitsüberträger.

Bei der Bekämpfung von Ratten und Mäusen sind nur zugelassene Mittel erlaubt

Ratten und Hausmäuse, sogenannte Schadnager, sind im Haus und gerade in landwirtschaftlichen Betrieben seit jeher ungeliebte Gäste. „Sie müssen als Vorratsschädlinge und Krankheitsüberträger konsequent bekämpft werden“, sagt Walter Hollweg von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Der beste Zeitpunkt dafür seien der Herbst und frühe Winter. Denn jetzt ziehe es beispielsweise die sonst im Freiland lebenden Wanderratten in die Gebäude.
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer sollten zunächst Unterschlupfmöglichkeiten wie Brennholz oder Abfälle entfernt sowie Durchschlupfmöglichkeiten in Türen und Gemäuern verschlossen werden, um eine Ansiedlung der Schadnager zu erschweren. Lagerstätten von Tierfutter sollten aufgeräumt und gesäubert werden, um einen Befall leichter entdecken zu können.
Um geeignete Köderstellen ausfindig zu machen, empfiehlt die Kammer zunächst für etwa zwei Wochen giftfreie Köder an vermuteten Laufwegen und Aufenthaltsorten auszulegen. Trittsiegel, Kot und Nagespuren sind Hinweise darauf. Erst wenn ein Köderplatz offensichtlich angenommen wurde, kommen dafür zugelassene Giftköder, sogenannte Rodentizide, zum Einsatz. Da nicht jedes Mittel in jeder Umgebung angenommen wird, sollten möglichst verschiedene Produkte in kleineren Mengen verwendet werden.
Ausgelegte Köder müssen regelmäßig kontrolliert und bis zur Tilgung des Befalls konsequent nachgelegt werden. Eine Erfolgskontrolle erfolgt mit giftfreiem Ködermaterial.
„Grundsätzlich gilt: Köder müssen stets verdeckt und für andere Tiere sowie für Menschen unerreichbar platziert werden“, so Hollweg weiter. Dazu böten sich beispielsweise Futterkisten oder Rohre an. Landwirte seien gehalten, eingesetzte Rodentizide, verbrauchte Mengen und sonstige Bekämpfungsmaßnahmen zu dokumentieren und die Unterlagen bei Betriebskontrollen vorzulegen.