„Mutig für Menschenwürde“

Am Sonntag beginnt die Friedensdekade / Gemeindeabend mit Uta Liebau

Die Friedensdekade, die am kommenden Sonntag, 11. November, beginnt und am Buß- und Bettag endet, hat schon eine lange Geschichte. Seit 1980 gibt es die Möglichkeit, sich zehn Tage lang im November mit einem Friedensthema intensiver zu beschäftigen. Das Thema der 33. Friedensdekade ist aktuell und geht alle an: „Mutig für Menschenwürde“. Es bezieht sich auf den ersten Satz in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Es liegt an jedem einzelnen, dass das nicht nur ein Satz auf dem Papier bleibt, sondern unser Zusammenleben bestimmt. Wie oft erleben wir in unserem Alltag das Gegenteil: Andere werden nicht – oder zu wenig – gewürdigt, sondern oft herabgewürdigt – am Stammtisch oder am Esstisch, in Schulklassen, an der Arbeitsstelle oder beim Gespräch auf der Straße.
Wie oft werden wir Zeuge, dass Menschen sich über andere erheben: Einheimische oder Zugezogene, Inländer über Ausländer, Weiße über Farbige, Deutsche über andere Kulturen.
Mutig für Menschenwürde – das Thema ist, wie gesagt, aktuell. Wir kennen die drei Affen an einem japanischen Tempel: Einer hält sich die Augen zu, der andere die Ohren, der dritte den Mund. Wenn wir erleben, dass andere Menschen beleidigt, angepöbelt oder bedroht werden, dann sollten wir es anders machen als die drei Affen, die nicht sehen, nicht hören, nicht sprechen wollen. Genau hinsehen, hinhören und uns einmischen bei Klischees, gegen Vorurteile und Herabwürdigungen.
Zu einem Gemeindeabend mit Uta Liebau vom Goslarer Verein „Leben in der Fremde“ am Dienstag, 13. November, um 19.30 Uhr im Kirchenzentrum lädt die evangelisch.-lutherischen Kirchengemeinde Sankt Vitus und Sankt Andreas herzlich ein.
Im Zentrum dieses Abends stehen Erfahrungsberichte und gemeinsame Diskussionen über Menschenwürde. Auch beim Bittgottesdienst für den Frieden am 11. November, 10 Uhr, und bei den circa 30-minütigen Friedensgebeten am Dienstag, 13. November, am Donnerstag, 15. November, und Montag, 19. November, jeweils um 19 Uhr, in der Sankt-Andreas-Kirche wird dieses Thema im Mittelpunkt stehen. „Mutig für Menschenwürde“ – in der Friedensdekade und darüber hinaus.