Orthopädische Versorgungslücke kann geschlossen werden

Dr. Peter Brockhaus eröffnet orthopädische Zweigpraxis in Asklepios Kliniken Schildautal

„Die kassenärztliche Versorgung im Fachbereich Orthopädie in Seesen war lange Zeit defizitär“, sagt Bürgermeister Hubert Jahns. In der Vergangenheit machten zahlreiche Seesener ihrem Ärger ob dieses Zustandes Luft. Nun ist es Bürgermeister Hubert Jahns mit Unterstützung der Asklepios Kliniken Schildautal gelungen, diese Versorgungslücke zu schließen. Ab Mittwoch, 24. November, steht der Orthopäde Dr. med. Peter Brockhaus einmal wöchentlich den Patienten in seiner Zweigpraxis in Räumen der Asklepios Kliniken zur Verfügung.

Dr. med. Peter Brockhaus ist niedergelassener Orthopäde in Bad Harzburg. Schon in der Vergangenheit bestand bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen Dr. Brockhaus und den Asklepios Kliniken im Landkreis Goslar. Den Anstoß zur neuen und engeren Zusammenarbeit gab Bürgermeister Hubert Jahns. „Aufgrund der zugrunde liegenden Altersstruktur ist eine wohnortnahe orthopädische Versorgung sehr wichtig. Für den Standort Seesen ist dieser Schritt zudem eng verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der Lebensqualität unserer älteren Bürger“, so Jahns im Rahmen eines Pressegespräches. Primäres Ziel der Zusammenarbeit ist laut Aussage des Bürgermeisters die Verbesserung der ambulanten und fachärztlichen Versorgung auf dem Gebiet der Orthopädie in Kooperation mit dem MVZ Seesen.
Versuche, einen orthopädischen Kassenarztsitz in Seesen zu installieren, scheiterten in der Vergangenheit an der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung. Aufgrund von Veränderungen im Kassenarztrecht besteht jedoch nun die Möglichkeit, dass bereits an einem anderen Ort niedergelassene Fachärzte eine Zweigpraxis eröffnen können. Die Kassenärztliche Vereinigung reagiert mit dieser Rechtsänderung auf die Notwendigkeit einer wohnortnahen Versorgung der Patienten. Zwar ist, laut dem Bedarfsplan, der Landkreis Goslar für niederlassungswillige Orthopäden gesperrt. „Der Stadtbereich Seesen ist jedoch ein so genannter „weißer Fleck“, weiß Jahns in diesem Zusammenhang zu berichten. Das heißt, dass die Kassenärztliche Vereinigung anerkannt hat, dass in Seesen die wohnortnahe orthopädische Versorgung der Patienten nicht in ausreichendem Maß gewährleistet ist.
Der Bad Harzburger Orthopäde wird in seiner Seesener Zweigpraxis das gesamte Leistungsspektrum der ambulanten orthopädischen Versorgung abdecken. Darüber hinaus wird eine eng verzahnte Abstimmung mit der chirurgischen Abteilung von Dr. Oliver Rittmeyer, der neurochirurgischen Abteilung von Professor Dr. Ralf Becker und der radiologischen Gemeinschaftspraxis von Dr. Danut Huth und Dr. Hans-Peter Volk angestrebt.
„Mit der orthopädischen Zweigpraxis von Dr. Brockhaus kann das medizinische Angebot in Seesen um einen zusätzlichen Fachbereich erweitert werden. Die Patienten haben dann eine zentrale Anlaufstelle“, erläutert Menzel.
Hubert Jahns weist zudem darauf hin, dass viele Menschen in der Region gar nicht wüssten, welches Leistungsspektrum die Asklepios Kliniken Schildautal abdecken. Die radiologische Gemeinschaftspraxis gehöre beispielsweise zu den modernsten im gesamten Bundesgebiet. Und auch die neuro- und unfallchirurgischen Abteilungen haben einen ausgesprochen guten Ruf, der mitunter unterschätzt wird.
Chirurg Dr. Oliver Rittmeyer nahm das Pressegespräch sogleich zum Anlass und verwies auf den Pioniercharakter, den die künftige Arbeit von Dr. Brockhaus hat. „Für den Kollegen Brockhaus ist das hier in Seesen eine äußerst spannende Aufgabe. Aufgrund der hohen Altersstruktur in Seesen wird eine Menge Arbeit auf ihn zukommen. Zudem freue ich mich auf die Zusammenarbeit.“
Patienten, die Termine bei Dr. Brockhaus vereinbaren möchten, werden gebeten, sich an seine Hauptniederlassung in Bad Harzburg, Herzog-Wilhelm-Straße 86, 38667 Bad Harzburg, Telefon (05322) 9695-0, zu wenden. Die Sprechstunden in Seesen sind immer mittwochs in der Zeit von 9 bis 18 Uhr.