Situation bei ALSTOM in Salzgitter berührt ureigene niedersächsische Interessen
CDU-Fraktion stimmt Antrag zur Sicherung des Standorts zu
Hannover / Salzgitter (bo). Angesichts der weiterhin ungeklärten Zukunft der Mitarbeiter des Bahntechnik-Herstellers ALSTOM in Salzgitter hat sich die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion heute einem Antrag der Opposition zur Beschäftigungs- und Standortsicherung bei ALSTOM angeschlossen. „ALSTOM ist ein elementarer Bestandteil der niedersächsischen Industrie – da fällt es uns leicht, dem Antrag zuzustimmen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, der das hohe Engagement der Landesregierung in der Frage begrüßte: „Die Gespräche der Landesregierung mit der ALSTOM-Konzernführung belegen: Es geht hier um ureigene niedersächsische Interessen, nämlich die Existenz eines der bedeutendsten Arbeitgeber in Südostniedersachsen. Da sind parteipolitische Ränkespielchen fehl am Platz.“(
Zuvor hatte die CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Salzgitter, Elisabeth Heister-Neumann, das „Kommunikationschaos“ der französischen Konzernführung kritisiert: „Die ohnehin großen Sorgen der ALSTOM-Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze sind durch die diffuse Informationspolitik der Unternehmensspitze noch weiter gewachsen. Während der Chef der ALSTOM-Transportsparte den Standort Salzgitter in den höchsten Tönen lobt, machen gleichzeitig Gerüchte um eine Restrukturierung des Werks Salzgitter die Runde.“(
Heister-Neumann hatte die ALSTOM-Geschäftsführung aufgefordert, einen offenen und ehrlichen Dialog mit der Belegschaft zu führen. „Die ALSTOM-Mitarbeiter haben ihre hohe Qualifikation und Leistungsfähigkeit mehr als einmal unter Beweis gestellt: Das Werk in Salzgitter gilt innerhalb des Unternehmens als größter und bester Schienenfahrzeughersteller, von dem außerdem eine ganze Reihe von regionalen Zulieferbetrieben profitiert.“
