1. Nordharzklasse: Unioner unterliegen knapp in Liebenburg mit 3:2

Unioner Elmir Isic belebt das Angriffsspiel der Unioner, doch auch ihm gelingt nicht alles.
 
Der Freistoß von Unions Stürmer Elmir Isic landet zum 0:1 im Tor der Liebenburger. Doch wieder bringen die Unioner eine Führung nicht über die Zeit.

In einer phasenweise hektischen Begegnung unterliegen glücklose Seeesener den Minimalisten aus Liebenburg. Unioner treffen vier Mal Aluminium.

Es war eine Partie zum Haareraufen für die mitgereisten Fans vom SV Union Seesen. Ähnlich wie in der ersten Partie vom letzten Mittwoch spielten die Unioner flott auf und gingen nicht unverdient in der 18. Minute mit einer Standardsituation in Führung. Elmir Isic verwandelt einen Freistoß unhaltbar zum 0:1 für die Kernstädter. Nur fünf Minuten später konnten die Hausherren durch Ergün Kaya ausgleichen, obwohl die Unioner gerade am Drücker waren. Zwei Mal verhindert Aluminium die erneute Führung für die Seesener. In der 35. Minute zieht Marcel Galuska aus gut 55 Meter Entfernung aufs Tor und trifft nur die Latte. Auch Elmir Isic zieht in der 39. Minute von halb Links aus gut 14 Metern ab und trifft auch nur den Pfosten. Nebenbei scheitern auch Alexander Bause und Ahmed Rizk am Liebenburger Schlussmann. Mit einem mageren 1:1 zur Pause mussten sich die Unioner zum Seitenwechsel zufrieden geben. Der Unparteiische Schiedsrichter Johannes Dampc führte die Partie straff und zog mehrere gelbe Karten gegen die Hausherren wegen Meckerns. Insgesamt wurde das Spiel aber fair ohne gröbere Fouls geführt.

In der zweiten Hälfte knüpfen die Unioner an die Leistung der ersten 45 Minuten an. In der 52. Minute schickt Kapitän Abdullah Bas den Stürmer Elmir Isic in die Spitze, dieser steht allein vor dem Keeper der Liebenburger und der "Lupfer" landet auch an der Torlatte. Der direkte schnelle Gegenzug der Hausherren landet, dank des abschlusssicheren Schützen, Ergün Kaya im Tornetz der Unioner. Unglaublich aber Wahr - diese Situation ist sinnbildlich für das derzeitige Spiel der Unioner. Sie sind bemüht und erspielen sich gute Torchancen, scheitern aber am Ende an der eigenen Verwertung dieser Möglichkeiten. In der 64. Minute wieder ein Unionklassiker, in der Vorwärtsbewegung verliert Ahmed Rizk bei einem schnellen Spiel nach vorne den Ball, mit dem Ergebnis, dass Liebenburg wieder im direkten Gegenzug durch Henry Eze zum 3:1 für den VfL Liebenburg verwandelt. Es war zum Haareraufen, aber am Ende gewinnt das Team, welches die meisten Tore erzielt hat und vorne lagen die Hausherren nun mit zwei Toren Vorsprung. Auch ließ die Körpersprache der Unioner nichts gutes Vermuten. Mit den offensiven Einwechslungen von Jonas Schnelle und Sehmus Savgat verstärkte Union-Coach Jörg Müller die Offensive. Und tatsächlich belebten die Einwechslungen das Unionspiel aufs Neue. Doch wieder lassen die Unioner die Chancen liegen. Der Druck auf das Tor der Liebenburger wächst, doch die Zeit tickte nur für die Hausherren. Dann knallt es doch nochmal und das im wahrsten Sinne des Wortes denn den Volleyschuss von Marcel Galuska schaut der Liebenburger Keeper nur noch hinterher. So schnell konnte er nicht die Arme heben, als der Unioner ungefähr aus 13 Meter abzog. Mit dem 3:2 Anschlusstreffer wurde es nochmal hektisch, denn die Unioner warfen jetzt alles nach vorne und erspielten sich eine Torchance nach der Anderen doch es war wie verhext. In der letzten Sekunde dann wieder Elmir Isic der den Ball gegen die Latte knallte. Eine Minute später erlöst der Schiri die Hausherren vor dem Druck der Unioner. Wieder hat das Team von Trainer Jörg Müller viel investiert um am Ende leer auszugehen. Spielerisch können die Unioner locker in der Klasse mithalten, stehen sich aber im Augenblick durch die mangelde Chancenauswertung selbst im Weg. Mal sehen, wann der Knoten platzt und die Unioner die ersten Punkte einfahren können.

Für Union spielten: Christopher Heinze, Tristan Beissert, Leon Steinhoff, Khodor Badawi, Elmir Isic, Abbdullah Bas, Sascha Richmann, Marcel Galuska, Ahmed Rizk, Jan Tönskämper, Alexander Bause, Sehmus Savgat, Munir Elamin und Jonas Schnelle.