11:0-Kantersieg für TSVLutter beimVfL Seesen

Robin Klapproth ist mit vier Treffern maßgeblich am Erfolg beteiligt / Trainer-„Ansprache“ zeitigt Wirkung

Seesen / Lutter (bo). Der VfL Seesen geriet am Sonntag gegen den TSV Lutter auf eigenem Platz böse unter die Räder: Die Lila-Weißen verloren die Partie mit 0:11 (0:2). Allerdings, und dies wirkte sich spürbar aus, trat die Heimmannschaft nur mit zehn Akteuren an. Dass es zur Halbzeit nur 2:0 für den TSV stand – Sören Gritzka traf in der 27. und 42. Minute ins Schwarze – , lag einfach daran, dass sich die Barenberger schwer taten, Ball und Gegner laufen zu lassen. Entsprechend „saftig“ fiel denn auch die „Halbzeitpredigt“ von Spielertrainer Steffen Fuchs aus, der in der Kabine „fuchsteufelswild“ wurde; Fuchs verschaffte seinem Unmut so lautstark Luft, dass er sich nach der Partie bei seinen Jungs dafür entschuldigte...
Nun, die „Ansprache“ zeitigte Wirkung. Das, was im ersten Spielabschnitt nicht umgesetzt wurde, holte der TSV, der wie umgewandelt in die zweiten 45 Minuten startete und seine Überlegenheit nun konsequent in zählbare Erfolge umsetzte, nach: Neun Treffer in einer Halbzeit – das gab es für die Lutteraner schon seit Jahren nicht mehr. Das Schützenfest läutete Rüdiger Peinemann bereits in der 46. Minute ein. Dann ging es Schlag auf Schlag – der VfL Seesen konnte sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Der TSV zog ein wahres Powerplay auf, das den mitgereisten Fans sichtlich Freude bereitete.
Das 4:0 ließ denn auch nicht lange auf sich warten: Robin Klapp­roth zirkelte in der 53. Minute einen Freistoß in imposanter Weise über die „Mauer“ in den Winkel – ein Treffer Marke „Tor des Monats“.
Die Gäste spielten sich förmlich in einen Rausch, der in der 57. Minute das 5:0 bescherte. Neuerlich war es Robin Klapproth, der dem Seesener Torwart das Nachsehen gab. Knapp sechs Minuten später markierte Steffen Fuchs mit einem Distanzschuss das 0:6 – damit war das halbe Dutzend voll. Die Seesener hatten Glück, dass der TSV nicht alle Möglichkeiten nutzte, sonst wäre die Niederlage noch katastrophaler ausgefallen.
Fünf Treffer musste der VfL indes noch hinnehmen: In der 70. Minute langte wiederum Klapproth zum 7:0 hin, und in der 78. Minute hätte Tor Nummer acht fallen sollen, aber TSV-Schlussmann Torben Gritzka konnte den an Steffen Fuchs verwirkten Strafstoß nicht verwandeln: Der VfL-Torwart wehrte den zu schwach geschossenen Ball ab. Doch zwei Minuten später war’s soweit: Sven Wettig markierte in der 80. Minute das 8:0.
In den letzten sieben Minuten schlug es dann noch dreimal im VfL-Gehäuse ein: Für das 9:0 zeichnete Arne Hoffmeister (83.) verantwortlich, das 10:0 ging auf das Konto von Wettig (86.), und den Schlusspunkt setzte in der 89. Minuten Robin Klapp­roth, der mit vier „Buden“ maßgeblich am Erfolg beteiligt war.
Die Partie kommentierte TSV-Spielertrainer Steffen Fuchs nach dem Abpiff so: „Der Sieg von uns geht natürlich auch in der Höhe völlig in Ordnung. Die zweite Halbzeit entschädigte gänzlich für die ersten 45 Minuten. Da war Spielwitz, Lauffreude und Einsatz drin. Und die nötige Ruhe auch. Ich stehe wirklich ganz hinter den Jungs, und ich glaube auch an sie und ihr Leistungsvermögen, aber warum haben sie mich zu Beginn des Spiels so geärgert?“
Vielleicht bekommt er die Antwort bei der genauen Analyse des Spiels in dieser Woche.

TSV Lutter: T. Gritzka, S.. Fuchs, J. Schmidt (M. Fochler), S. Pflugmacher, M. Fochler, N. Mischke (J. Otto), S. Gritzka, S.Wettig, R. Klapp­roth, R. Peinemann (A. Klay) , A. Hoffmeister.