2. Nordharzklasse: SV Union Seesen feiert zweistelligen Erfolg über Weddingen

Unions Kapitän Abdullah Bas (am Ball) reihte sich mit drei Treffern in die Torschützenliste ein.
 
Unioner Ahmed Rizk (Nummer 8) war am Sonntag zu schnell für seine Gegenspieler. Mehrere Fouls mußte er einstecken.

Torverhältnis aufgebessert: Kantersieg von 10:0 für Lopez-Elf gegen den SV Weddingen.

Am Sonntag empfingen die Kernstädter den Tabellenachten aus Weddingen. Nach dem mageren Sieg der Unioner am vergangenen Sonntag in Wiedelah, hatte sich das Team um Trainer Miguel Lopez einiges vorgenommen. Schließlich gilt es mindestens noch in den fünf verbleibenden Spielen den 13-Tore Rückstand auf den TSV Bredelem aufzuholen. Der Gegner aus Weddingen ist dafür zwar nicht unbedingt der passende Gegner, aber natürlich mussten erst mal drei Punkte eingefahren werden. Im Hinspiel konnte sich das Seesener Team mit 3:1 durchsetzen. Pünktlich um 11 Uhr pfiff Schiedsrichter Martin Holzhauer die Partie an der Schildau an. Von Beginn an machten die Unioner Druck. Aus Sicht der Unioner wollte man bereits in der ersten Hälfte das Spiel entscheiden um nicht wieder hinten raus in eine enge Partie zu laufen. Auch sollte ein frühes Tor die Marschrichtung vorgeben. Und schon nach 6 Minuten konnte Dennis Mroz den Ball zum 1:0 über die gegnerische Torlinie schieben. Fast von Höhe der Mittellinie war Elmir Isic auf der linken Seite durchgebrochen und bis in den Strafraum gespurtet. In der Mitte fand er in dem besser postierten Mitspieler, einen dankbaren Abnehmer. Und wieder sechs Minuten später – in der 12. Minute - war es der Kapitän der Unioner Apo Bas, der zum 2:0 verwandelte. Das Eis schien gebrochen und die Dominanz der Unioner nahm weiter zu. In der 21. Minute passte Munir Elamin genau in den Lauf von Stürmer Said Rizk. Dieser bedankte sich mit dem 3:0 bei seinem Mitspieler. Zur Mitte der ersten Halbzeit ein Aufbäumen der Gäste. Zu diesem Zeitpunkt standen sie nicht mehr so tief, erspielten sich jedoch keine zwingenden Tormöglichkeiten. Gut 10 Meter vor dem Strafraum war für die Vienenburger an diesem Tage Schluss. Der Ball lief gut bei den Unionern, die an diesem Sonntag wie ausgewechselt wirkten. Sie spielten befreit auf und das wurde belohnt. In der 35. Minute legte Jan Tönskämper für Said Rizk ab, der zum 4:0 abzog. Den Schlusspunkt für die erste Hälfte setzten wieder die Unioner, die an der Schildau die Dominanz auch zu Treffern umwandeln konnten. Der „Schnelle, Jonas“ machte seinem Namen alle Ehre und rannte einfach, nach Vorarbeit von Apo Bas, gleich drei Gegenspielern davon. Auch den Torwart ließ er stehen und verwandelte zum 5:0 Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel mußten sich die Zuschauer bis zur 57. Minute gedulden, bis Apo Bas erneut ins gegnerische Netz einschoss und auf 6:0 aufstockte. Der Spielmacher im Mittelfeld Ahmed Rizk hatte keinen guten Tag erwischt. Er war einfach für die Vienenburger zu schnell unterwegs, was zwangsläufig ein Foul nach dem Anderen nach sich zog. Genervt ließ er sich immer wieder zum Meckern verleiten und kassierte dafür die „Gelbe Karte“. In der 64. Minute legte der Union-Kapitän nochmal zum 7:0 nach und Jonas Schnelle markierte nur wenige Minuten später den achten Treffer. Spielerisch hatten die Gäste dem Spiel der Unioner nichts entgegen zu setzen. Die weit zurückgezogene Mannschaft aus Wedding konnte nur wenige Entlastungsangriffe ausspielen, weil sich keiner mehr um den Spielaufbau nach vorne kümmerte. Immer wieder unterbrechen kleine Fouls den Spielfluss der Unioner und immer wieder trifft es Ahmed Rizk. Wieder sieht er für seine Kommentare eine „Gelbe“ Karte, die zu „Gelb-Rot“ führte. Aber auch in Unterzahl veränderte sich das Spielbild nicht. Union spielte – Weddingen verteidigte. Kurz vor Ende gaben Dennis Mroz und Said Rizk nochmals ihre Visitenkarten ab und erhöhten auf 10:0. Dabei blieb es dann an der Schildau. Mit diesem Kantersieg konnte Union das Torverhältnis deutlich aufbessern und liegt jetzt nur noch 5 Tore hinter dem TSV Bredelem.

Für Union spielten: Ali Salman, Elmir Isic, Jan Rohkamm, Dennis Mroz (2), Abdullah Bas (3), Ahmed Rizk, Ewald Falk, Jan Tönskämper, Munir Elamin, Khodor Badawi, Jonas Schnelle (2), Deniz Rieger und Said Rizk (3).