Alawie und Kacar sorgen für den nächsten GSC-Erfolg

 

Oberliga Niedersachen:Gegen die Reserve des VfL Osnabrück setzt sich Goslar vor 250 Zuschauern verdient durch

Scheinbar nicht zu bremsen ist der Goslarer SC in der Fußball-Niedersachsenliga. Auch der Reserve des VfL Osnabrück gelang es nicht, den Kaiserstadt-Kickern die erste zählende Punktspielniederlage in dieser Oberligasaison beizubringen. Mit 2:0 (1:0) behielt der GSC bei eisigem Wind vor etwa 250 Zuschauern in der S-Arena die Oberhand.
Allerdings muss man den Osnabrückern gestehen, dass sie sich wirklich als laufstarker und schwer zu bespielender Gegner präsentierten. Denn die ersten 20 Minuten fand Goslar nicht zu seiner Linie. Mit hohen weiten Bällen agierten beide Seiten, das Spiel war wenig sehenswert und pendelte zwischen den Strafräumen. Als dann der GSC das erste Mal sein schnelles Passspiel aufzog, kam auch gleich Gefahr für den VfL auf. Filip Sajbidor, der nach seinem Nasenbeinbruch wieder ohne Maske spielte, schickte Corvin Behrens steil, doch blieb der fleißige Außen, der eine starke Leistung bot, am Gästekeeper Sascha Otte hängen. Den Abpraller erwischte Muhamed Alawie nicht richtig, so dass die Gästeabwehr den Ball gerade noch vor der Linie erwischte. Doch mit dieser Szene schien sich die Truppe von Trainer Manfred Wölpper ihrer spielerischen Möglichkeiten zu erinnern und die Zuschauer durften sich nun an einem spielfreudigen GSC erwärmen, der Osnabrück regelrecht einschnürte. Otte bekam nun etwas mehr zu tun, GSC-Keeper Nico Lauenstein hingegen hatte bis auf einen Ball in der Anfangsphase nichts zu halten.
Doch als Otte eine GSC-Flanke nicht richtig erwischte, weil er über Freund und Feind langen musste, um den Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen, boxte er den Ball genau auf den lauernden Alawie. Der zeigte viel Gefühl im Fuß und versenkte volley mit einer Bogenlampe in das lange Eck zum 1:0 (27.). Der GSC berannte weiter die Osnabrücker Abwehr, die sich immer mehr einigelte und im Prinzip mit Befreiungsschlägen ihre lauernde Spitze suchte. Doch war die gegen die einmal mehr felsenfest stehende Innenverteidigung mit Slavomir Lukac und Alessandro Caruso auf verlorenem Posten. So war es für die Kaiserstadt-Kicker schwierig, sich durch den massiven VfL-Riegel Torchancen zu erarbeiten. Oft halfen Standards, manchmal aber auch ein überraschender Pass. So auch wenige Minuten vor der Pause, als Alawie mit einem steilen Diagonalpass gegen die aufgerückte Osnabrücker Abwehr geschickt wurde, dem mitgelaufenen Filip Sajbidor mustergültig den Ball in den Fuß servierte. Doch jagte der den Ball aus vollem Lauf über die Querlatte.
Auch nach der Pause setzte sich der Trend fort. Osnabrück verteidigte mit Mann und Maus, der GSC, angetrieben vor allem durch den starken Behrens, der „endlich einmal wieder ein richtig gutes Spiel machte“, wie Wölpper befand, und den unermüdlichen Alawie berannte das Gästetor. Der Druck auf den VfL wuchs, doch fand der Ball den Weg ins Netz einfach nicht. Wenn man will, war die Chancenausbeute der einzige Grund, mit dem GSC zu hadern an diesem Nachmittag. Wobei die größte Möglichkeit zum 2:0 Tezcan Karabulut ausließ. Alawie hatte sich auf der linken Seite bis an die Grundlinie durchgewühlt, legte den Ball auf Karabulut, der am Fünf.Meter-Raum lauerte zurück. Der versuchte etwas zu lässig den Ball mit dem Seitenrist ins lange Eck zu schlenzen, so dass ein VfL-Abwehrspieler mühelos klären konnte.
Nach einer guten Stunde fiel aber dann doch das beruhigende 2:0. Eine Ecke landete bei Alawie, der sich einmal mehr unnachahmlich durchwühlte und den Ball perfekt auf den Kopf von Mirhudin Kacar flankte. Kacar köpfte sauber ein, VfL-Keeper Otte kam nicht mehr hinter den Ball. Auch danach dominierte der GSC weiter, hatte mit Jörn Winkler für Sajbidor frischen Schwung in den Angriff gebracht. Doch „dann haben wir etwas zu sehr verwaltet“, meinte auch Wölpper, der angesichts von nur 13 Gegentoren in 21 Partien äußerst zufrieden war.

GSC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Slavomir Lukac, Alessandro Caruso, Peter Endres – Tezcan Karabulut (86. Christopher Kolm), Mirhudin Kacar, Steve Ridder (76. Blerim Rrustemi), Corvin Behrens – Filip Sajbidor (52. J Winkler), Muhamed Alawie.
Tore: 1:0 Alawie (27.), 2:0 Kacar (61.)