Am Sonntag erwartet SV Union den SV Engelade/Bilderlahe

Lokalderby in der Kreisliga Goslar / Anpfiff bereits um 11 Uhr

Seesen (pe). Am kommenden Sonntag kommt es zum Stadtderby zwischen dem Gastgeber SV Union Seesen und dem SV Engelade/Bilderlahe. Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften fand in der vorangegangenen Saison statt und dürfte beim Team sowie beim Anhang des SV Union auch heute noch sehr gemischte Gefühle auslösen. Union bekam in Engelade  eine 0:6-Klatsche und war im gesamten Spiel chancenlos. Union-Fußballboss Ahmed Megdad wird die Erinnerung an dieses Spiel  noch heute die Zornesröte ins Gesicht treiben, denn der damalige Union-Trainer Dieter Pavlidis sah sich ausgerechnet im Derby gegen den Nachbarn genötigt, mit seiner Mannschaftsaufstellung zu experimentieren. Natürlich hatte sich auch Pavlidis ein anderes Auftreten seines Teams erhofft, doch am Ende ging das Experiment gründlich daneben und glich einer Blamage, zumal die Partie vor einer recht ordentlichen Zuschauerkulisse stattfand. Der SV Engelade trat seinerzeit ganz stark auf und gewann deshalb auch verdient.
Wenn am Sonntag um 11 Uhr die Teams erneut aufeinander treffen, dann werden sicher auch diesmal gesunde Emotionen im Spiel sein. Jeder möchte gewinnen, und im Derby geht es letztlich auch ums Prestige und darum, möglichst in der Tabelle vor dem Nachbarn zu stehen. Beide Mannschaften kennen sich bestens. Weder Union-Trainer Lewald noch SV-Coach Maibaum werden daher große taktische Experimente wagen, weil beide Teams gleichsam nach ihrem bisherigen Abschneiden unter Druck stehen und Punkte brauchen.  Union liegt mit zwölf Zählern gegenüber dem SV mit zehn Zählern einen Tabellenplatz über den Gästen. Für eine Bewertung, wem eine mögliche Favoritenrolle zukommt, ist dieser hauchdünne Vorsprung ungeeignet.
In einem Derby gibt es selten klare Favoriten, hier entscheidet häufig, welches Team beherzter auftritt, den größeren Willen zeigt und sich vor allem geschlossener präsentiert. Auch vor diesem Hintergrund sind beide Mannschaften gleich. Sie sind spielerisch durchaus in der Lage, ihren Gegner zu beherrschen, aber auch durchaus im Stande, völlig die Linie zu verlieren. Das bisherige Abschneiden zwingt beide Kontrahenten, auf Sieg zu spielen, um sich im gesicherten Mittelfeld zu etablieren. Darin wird der zusätzliche Reiz einer hoffentlich von beiden Seiten fair geführten Begegnung liegen. Ein Union-Sieg würde auch bei Ahmed Megdad wieder ein gütiges Lächeln ins Gesicht zaubern.