Berufliche Gründe: Union-Trainer Ditmar Hahn steigt nach Herbstmeisterschaft aus

Trainer Ditmar Hahn: "Es ist Schade, wenn einem der Beruf einen Strich durch die Rechnung macht"

Trotz sportlicher Erfolge bei den Herren des SV Union Seesen und der gewonnenen Herbstmeisterschaft, muss sich der Verein einen neuen Trainer suchen.

Schon im Oktober hat es sich beim Erfolg-Coach der Unioner angekündigt: Mit dem Arbeitsplatzwechsel nach Hannover war alles nicht mehr so einfach zu Händeln, mit den Trainingszeiten, der Planungsarbeit, Gesprächen und Spielbetrieb. „Wir haben alles probiert und bis vor wenigen Tagen gehofft, dass wir noch eine zündende Idee finden, Arbeit und Trainerjob unter einen Hut zu bringen. Leider ohne Erfolg“, erklärt Ditmar Hahn gegenüber dem „Beobachter“. Dabei hat sich alles sehr gut für ihn bei Union entwickelt. Maßgeblich hat er dazu beigetragen, dass Union Herbstmeister geworden ist und nach den ersten Rückrundenspielen auf einem Aufstiegsplatz überwintern darf. „Er hat als Trainer seine Linie und dieser Linie ist er treu geblieben, verbiegen kann man diesen Coach nicht“, erklärt der Leiter der Fußballabteilung Mario Melone. Auch der 2. Vorsitzende Antonio Mateo war mit der Arbeit sehr zufrieden. „Wir hätten ihm gern die Früchte seiner Arbeit mit einer ausgelassenen Aufstiegsfeier im Sommer 2014 gegönnt. Ditmar Hahn wird aktives Vereinsmitglied bleiben und die Ü40 als Spieler verstärken. Damit bleibt er mitten in der Union.“

Den Verlust als Trainer muss Union nun in kurzer Zeit kompensieren. Es ist für den Verein ein Rückschlag in sportlicher - sowie in menschlicher Sicht. Ditmar Hahn hat als verlässlicher, fleißiger und loyaler „Arbeiter“, der stets mit vollem Fußballherzen bei Union war, die Messlatte für den Nachfolger ziemlich hoch gehängt. „Frühzeitig vor Beginn der Vorbereitungen für die Rückrunde, werden wir auch wieder ein schlagkräftiges Trainerteam aufgestellt haben“, betont der 1. Vorsitzende des Hauptvereins Werner Mroz. Der Co-Trainer Miguel Lopez wird vorrübergehend die Führung der 1. Mannschaft übernehmen und durch den einen oder anderen Spieler Unterstützung erhalten.