David gegen Goliath

Nur acht Mal konnten die Seesener Handballdamen die Abwehr des Bundesliga-Dritten des Buxtehuder SV am Samstag in der Sporthalle 2 knacken.
 
Mehrere hundert Zuschauer sahen ein tolles Handballspiel. Die Gastgeber zeigten eine gute Leistung gegen einen übermächtigen Gegner.

Handball-Highlight: MTV-Damen unterliegen Bundesliga-Team des Buxtehuder SV mit 8:47-Toren

Immerhin acht Tore erzielte die Damenmannschaft des MTV Seesen beim diesjährigen Handballhighlight gegen die Bundesliga-Mannschaft des Buxtehuder SV. Am Ende waren die Sehusastädter aber chancenlos und verloren deutlich mit 8:47-Toren. Dennoch bekamen die mehreren hundert Zuschauer in der Sporthalle 2 einen echten Handball-Leckerbissen zu sehen, da die Bundesliga-Profis durch ihre Kombinationssicherheit und ihre schnellen Tempogegenstöße für jede Menge Spektakel sorgten.
Bereits zehn Minuten nach Spielbeginn lag die Mannschaft des MTV, die am Samstag auch durch Spielerinnen der zweiten Mannschaft ergänzt wurde, mit 0:10 hinten. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Zuschauer den Eindruck gewinnen, dass die Buxtehuder Damen die Seesener mit 60:0 vom Platz fegen würden, da jeder Angriff der prominenten Gäste zu einem Tor führte.
Das Spiel der Gastgeberinnen war zu Beginn von zahlreichen Unsicherheiten und Fehlpässen gekennzeichnet. Zu groß war offenbar der Respekt und die Ehrfurcht vor dem übermächtigen Gegner.
Im Laufe der ersten Halbzeit fanden die heimischen Handballerinnen aber zunehmend besser ins Spiel, und konnten auch in der Abwehr des Bundesliga-Dritten einige Nadelstiche setzen. Trotzdem rannten sich die Seesenerinnen bei vielen Angriffen in der gut gestaffelten Abwehr des Buxtehuder SV fest, oder scheiterten an der Torhüterin.
Das erste Tor für die Heimmannschaft fiel dann in der 16. Minute. Es war der viel umjubelte „Anschlusstreffer“ zum 17:1. Dieses Tor verschaffte den Gastgeberinnen ein wenig Luft, zeigte es doch, dass auch die Abwehr eines Bundesliga-Teams nicht unüberwindbar ist.
Die Buxtehuder zeigten sich von diesem Treffer jedoch wenig beeindruckt und zogen weiterhin ihre sehenswerten Angriffe auf. Besonders beeindruckend war dabei nicht nur das schiere Tempo mit denen die Profispielerinnen agierten, sondern auch die Wucht ihrer Würfe. Die Bälle schlugen wie präzise Donnerschläge im Kasten der Sehusastädter ein.
Für besondere Showeinlagen sorgte immer Mal wieder die Linksaussen Katja Langkeit, die nicht nur durch spektakuläre Sprungwürfe, sondern auch durch ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor überzeugte. Langkeit schien das Spiel besonderen Spaß zu bereiten, konnte sie doch auch ihre Mitspielerinnen gelegentlich toll in Szene setzen.
In der ersten Hälfte gelangen den Seesenerinnen dann noch zwei weitere Treffer, so dass es zur Pause 3:25 stand.
Nach dem Wechsel machten die Buxtehuder Damen dort weiter, wo sie mit dem Halbzeitpfiff aufgehört hatten. Sie warfen Tore am laufenden Band. Aber auch die MTV-Damen zeigten in der zweiten Hälfte, dass sie trotz des großen Rückstandes noch nicht den Spaß an der Begegnung verloren hatten. Ihr Ziel war es so viele Tore wie möglich zu erzielen, was ihnen zwar nur ansatzweise gelang, trafen sie dann aber doch, war den Handballerinnen der Jubel des gesamten Publikums sicher. In der zweiten halben Stunde gelangen der Mannschaft von Trainer Bernd Fabrytzek noch fünf weitere Tore. Fabrytzek raufte sich von Zeit zu Zeit am Spielfeldrand die Haare, musste er doch mit ansehen, wie seine Mannschaft vermeintlich leichte Passstafetten vertendelte.
Zum Ende des Spiels, so wirkte es zumindest, schalteten die Gäste einen Gang zurück. An die Torquote aus der ersten Hälfte des Spiels reichten sie im zweiten Durchgang nicht mehr ganz heran, so dass sie nach 60 gespielten Minuten mit 8:47-Toren als verdienter Sieger vom Platz gingen. Aus sportlicher Sicht hatte dieses Spiel zwar keine Bedeutung, war aber eine hervorragende Werbung für den Handball und die sportlichen Fähigkeiten und Ambitionen des MTV Seesen.