Derby in der Wedemark, Heimspiel gegen den HSV

Wollen auch am Wochenende über Tore jubeln: Die Spieler der Harzer Wölfe. (Foto: Koch)

Zwei Spiele warten an diesem Wochenende auf die Harzer Wölfe

Braunlage (bo). Zwei Spiele warten an diesem Wochenende auf die Harzer Wölfe. Soll in der Eishockey-Oberliga auch weiterhin Kurs auf die Meisterrunde gehalten werden, dann sind für den ESC sowohl am Samstag ab 20 Uhr beim Auswärtsspiel bei den Wedemark Scorpions als auch am Sonntag ab 19 Uhr im heimischen Braunlager Wurmbergstadion gegen den Hamburger SV Siege Pflicht.
Die Situation in der Liga vor dem drittletzten Wochenende der Vorrunde ist spannend wie selten: Noch vier Teams rechnen sich hinter dem designierten Meister aus Rostock Chancen auf den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Teilnahme an der Meisterrunde aus. Die Wölfe sind aktuell zwar nur Tabellenfünfter, haben allerdings deutlich weniger Spiele absolviert als die Konkurrenz. Geht man hingegen nach Verlustpunkten, würden die Harzer den zweiten Rang belegen.
Ausrutscher darf sich die Truppe von Coach John Noob also nicht erlauben, in beiden Wochenend-Begegnungen ist volle Konzentration gefordert. Wie schwer das traditionsreiche Derby in der Wedemark wird, zeigen die Ergebnisse vom vergangenen Wochenende. Dort schossen die Scorpions den direkten Wölfe-Konkurrenten Adendorfer EC gleich mit 8:4 aus dem Mellendorfer Icehouse. Der ESC ist also gewarnt vor der Mannschaft des ehemaligen Harzer Trainers Bernd Wohlmann. Mit dem US-Amerikaner Brent Griffin und dem Schweden Johannes Harnesk verfügen die Wedemarker über zwei starke Kontingentspieler. Auch die einheimische Fraktion um Ex-DEL-Spieler Reiko Berblinger, Alexander Pflüger und Rudi Schmunk hat schon kräftig gescort und verleiht dem Kader des aktuellen Tabellensiebten die nötige Tiefe.
Gegen den Hamburger SV bestreiten die Wölfe bereits ihr vorletztes Heimspiel der Vorrunde. Zweimal standen sich beide Teams bisher gegenüber, zweimal siegten die Harzer relativ deutlich. Dennoch sollte man die Hanseaten auf keinen Fall unterschätzen. Im Tor der von Gerrit Grünberg trainierten Mannschaft steht der junge Domenic Bartels, der per Förderlizenz vom DEL-Nachbarn Hamburg Freezers zum HSV kam. Besonderes Augenmerk sollte die ESC-Defensive auf John-Darren Laudan richten, der mit 20 Treffern zu den besten Torjägern der Liga gehört. Mit Viesturs Cimermanis befindet sich zudem ein junger lettischer Verteidiger im Kader der Hamburger, der in Deutschland auf sich aufmerksam machen will.
Auf Seiten der Wölfe wird Noob auf den bewährten Kader der vergangenen Wochen zurückgreifen können. Zudem steht Benjamin Schulz vor seinem Comeback, verletzungsbedingt konnte der schnelle Außenstürmer erst wenige Partien absolvieren. Michele Meridian wird dagegen weiterhin pausieren müssen, auch Noob selbst kann auf Grund seiner Daumenverletzung noch nicht wieder aktiv auf dem Eis eingreifen.
Zum Auswärtsspiel in der Wedemark setzt der Fanclub Power Bullys einen Fanbus ein. Kurzfristige Anmeldungen nimmt Sven Ahrens noch unter 0178 - 8 56 36 41 entgegen. Abfahrtspunkte sind am Bahnhof Bad Harzburg (16.30 Uhr), Kloster Wöltingerode (16.40 Uhr), Goslar „Block am Ring“ (16.55 Uhr), Langelsheim/Wolfshagen (17.10 Uhr) und Autohof Rhüden (17.20 Uhr). Der Fahrpreis beträgt je nach endgültiger Mitfahrerzahl maximal zwölf Euro.