Ein Spiel, das man nicht verlieren durfte

Eintracht: Nach der 1:2-Niederlage in Nürnberg ist Trainer Lieberknecht mächtig sauer

Eine richtig gute Partie hat Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig am Montagabend vor 21.561 Zuschauern im Nürnberger Grundig-Stadion abgeliefert, aber am Ende wurde es wieder nichts mit einem Sieg bei den Franken: Mit 1:2 unterlagen die Löwen dem Angstgegner und müssen nun weiter auf den ersten Sieg beim Club seit dem 24. März 1979 warten. Kein Wunder, dass Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht bedient war.
„Wir haben ein Spiel verloren, das wir nie verlieren dürfen“, erklärte der Übungsleiter mit Blick auf die Aussetzer seines Teams. „Wir können uns für ein, wie ich finde, sehr gutes Auswärtsspiel nichts kaufen, das wissen wir. In der ersten Halbzeit lassen wir eine Aktion der Nürnberger zu, bis dahin war es ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem 0:1 haben wir dann eine super Phase, Torchancen gehabt, diese aber nicht verwerten können. Wir wollten wie in Freiburg das Spiel drehen, schießen den schnellen Ausgleich. Dann war wieder Nürnberg am Drücker, mit anschließendem offenen Schlagabtausch. Mit Hendrick Zuck haben wir dann eine große Möglichkeit auf das 2:1, schließen aber zu überhastet ab. Beim 1:2 verhalten wir uns einfach nicht gut.“
Die Aussage „verhalten wir uns nicht gut“ ist dabei eine veritable Untertreibung, schließlich sind die Löwen in der 84. Minute auf einen der ältesten Bauerntricks des Fußballsports hereingefallen: Möhwald spielte flach von rechts eine Ecke in den Strafraum, wo Behrens absichtlich für den hinter ihm postierten Burgstaller durchließ, der per Direktabnahme aus 13 Metern traf. „Wir haben zwei Fehler gemacht und zwei Gegentore gekriegt. Wir sind sehr sauer heute“, klagte dann auch Nik Omladic nach der Partie, der mit einem Traumtor noch den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt hatte.
Durch die Niederlage ist die Eintracht in der Tabelle nun auf Platz sieben abgerutscht, der Abstand zum Relegationsplatz beträgt schon vier Punkte. Am nächsten Spieltag müssen die Löwen dabei gegen einen direkten Konkurrenten antreten. Die Eintracht empfängt bereits am kommenden Freitag, 27. November, den Tabellensechsten VfL Bochum. Anstoß im Stadion an der Hamburger Straße ist um 18.30 Uhr.

Eintracht Braunschweig:
Gikiewicz, Baffo, Decarli, Reichel (88./Hvilsom), Ofosu-Ayeh, Omladic, Matuschyk, Zuck, Khelifi (85./J. Düker), Holtmann, Hochscheidt (76./Boland).

Tore: 1:0 Kerk (33.), 1:1 Omladic (53.), 2:1 G. Burgstaller (84.).

Zuschauer: 22.500.

Schiedsrichter:
Christian Dingert (Lebecksmühle).

Gelb:
Erras, G. Burgstaller, Omladic, Hochscheidt, Boland.