Eindrucksvolle Vorstellung

Orientierungslauf: Ole Hennseler siegt überlegen in Tschechien

Eine kleine Gruppe Orientierungsläufer des MTV Seesen reiste kürzlich nach Tschechien, um dort am Advanta Cup, einem internationalen Mehrtage-OL, teilzunehmen.

In und um den kleinen ostböhmischen Ort Teplice nad Metuji am Fuße des Falkengebirges wurden an vier Tagen fünf Etappen überwiegend in grandiosem Felsengebiet angeboten: Nach einem Sprint-OL in urbanem Gelände folgten an einem Tag zwei Felsen-Sprints, tags darauf ein Lauf über die Langdistanz auf polnischer Seite und abschließend ein Mittel-OL.
Eine eindrucksvolle Vorstellung seiner Leistungsfähigkeit lieferte Ole Hennseler. In der H-18 siegte er gegen nicht eben unerfahrene Konkurrenz auf allen fünf Etappen, teilweise sogar in überlegener Manier. Wie technisch versiert er sich vor allem beim zweiten Felsensprint zeigte, mag man daraus erkennen, dass er auf der 2,5 Kilometer langen Strecke (Luftlinie) mit stolzen 240 Höhenmetern in dem feinstrukturierten Felsenlabyrinth mit vielen eng stehenden Posten dem Zweitplatzierten nahezu zwölf Minuten abnahm.
Immerhin einen Etappensieg und einen dritten Rang schaffte sein Bruder Theo, der sich jedoch in der H-12 durch einen schwächeren Lauf und einen Lauf ohne Wertung wegen eines vergessenen Stempelns am letzten Posten um eine Top-Platzierung brachte. Am Ende wurde er als Siebter notiert. Ein Auf und Ab gab es auch für Meike Hennseler in der D-16 und Martin Hennseler in der H35B, bei denen sich gute und schwächere Ergebnisse abwechselten. Bei der herrschenden Wärme führte die hohe physische Belastung zunehmend auch zu einer psychischen Belastung, wenn man Posten nicht gleich auf Anhieb fand. Auf jeden Fall half dieser Wettkampf, besser mit seinen Emotionen – Freude nach gelungenen Abschnitten und Frust über längere Suchaktionen, verbunden mit zusätzlichen Kletteraktionen und somit Höhenmetern – umgehen zu können und wird wegen der tollen Felspartien in guter Erinnerung bleiben.