Eintracht Braunschweig: Traumstart perfekt

Randy Edwini-Bonsu (Mitte) setzte sich gegen zwei Aalener durch. (Foto: Eintracht Braunschweig)

2. Bundesliga: Souveräner 3:0-Auswärtssieg beim Liganeuling VfR Ahlen /Mirko Boland trifft doppelt

Mit einer überzeugenden Leistung erspielte sich Eintracht Braunschweig am vierten Spieltag der 2. Bundesliga einen 3:0-Auswärtserfolg beim Liganeuling VfR Aalen. Über weite Strecken der Partie waren die Blau-Gelben das spielbestimmende Team und machten dies durch die Tore von Mirko Boland (27./57.) und Norman Theuerkauf (50.) deutlich.
Die Anfangsminuten zeigten, dass sowohl Ralph Hasenhüttl als auch Torsten Lieberknecht mit ihren Worten im Vorfeld der Partie Recht behalten sollten. Es hatte den Anschein, dass es das erwartete Geduldsspiel werden sollte, da das Spielgeschehen hauptsächlich im Mittelfeld stattfand und die beiden Defensivabteilungen die Angriffsbemühungen schon früh zu unterbinden wussten. In der siebten Spielminute wäre die frühe Führung für die Löwen möglich gewesen, aber Kevin Kratz schaffte es nicht, genug Druck hinter seinen Schuss zu bekommen. Daniel Bernhardt im Tor des VfR hatte wenig Mühe, das Leder in seinen Besitz zu bringen. Der Aalener Keeper war auch nach einer Viertelstunde wieder die Endstation, als die Blau-Gelben über Kratz, Dennis Kruppke und Rafael Korte einen sehenswerten Spielzug vortrugen, die abschließende Flanke keinen Abnehmer im Strafraum fand.
Während die mitgereisten Braunschweiger noch der Möglichkeit von Domi Kumbela hinterher trauerten (25.), erzielte Mirko Boland für die Gäste die verdiente 1:0-Führung. Ken Reichel bekam unbehelligt an der Grundlinie den Ball zugespielt. Der Braunschweiger Linksverteidiger behielt die Übersicht und passte im richtigen Moment an den Elfmeterpunkt, wo der aufgerückte Boland keine Mühe hatte, die Kugel rechts im Tor zu versenken (27. Minute).
Fortan spielten die Löwen ihr bisher erfolgreiches Spiel weiter. Die Hausherren von der Ostalb wussten dem im ersten Durchgang wenig entgegenzusetzen, auch wenn sie zum Ende der Halbzeit gelegentlich gefährlich nahe vor das Tor der Eintracht kamen. Ihre größte Chance im ersten Durchgang konnte Daniel Davari mit einer Glanzparade aus dem rechten Winkel pflücken. So ging es mit der knappen, aber verdienten Führung in die Pause, in der Lieberknecht sein Team auf einer Position änderte. Für Rafael Korte brachte er Randy Edwini-Bonsu in die Partie.
Die 6.604 Zuschauer bemerkten zwar, dass der VfR Aalen durchaus gewillt war, in Halbzeit zwei den Ausgleich zu erzielen, aber nahezu alle Angriffsversuche wurden von den Braunschweigern bereits im Keim erstickt. Der nächste Dämpfer für die Gastgeber folgte schon in der 50. Minute. Norman Theuerkauf bereitete seinen Treffer dabei selber vor, indem er auf der linken Außenbahn den Ball auf Kruppke ablegte. Dieser passte auf den startenden Boland, der sich bis zur Grundlinie durchtankte und gefährlich in den Strafraum flankte. Hier stand Theuerkauf schon wieder bereit und verwertete die Hereingabe zum vorentscheidenden 2:0 aus Sicht der Eintracht.
Die Gegenwehr des Liganeulings bröckelte nun immer weiter und Eintracht machte genau mit dem Konzept weiter, das bis zu diesem Zeitpunkt sehr erfolgreich gewesen war. Folgerichtig fiel nur sieben Minuten später das 0:3, bei dem sich Boland erneut als Torschütze in die Liste eintragen durfte. Seine Flanke war eigentlich als Anspiel auf Kumbela gedacht, der jedoch nicht mehr an den Ball kam. Dieses verwirrte aber Bernhardt im Tor der Hausherren, sodass er letztendlich nicht mehr verhindern konnte, dass sich die Hereingabe hinter ihm in die Maschen senkte (57.).
Die Aalener konzentrierten sich in der Folgezeit vornehmlich darauf, keinen weiteren Gegentreffer zu bekommen, auch wenn Ralph Hasenhüttl mit seinen Wechseln noch einmal die Offensive stärkte. Die Löwen lauerten auf Stellungsfehler des Gegners, wollten aber auch nicht in einen Konter laufen. Trotz allem ergaben sich zum Ende hin noch zwei Möglichkeiten zum 0:4. Zunächst verhinderte ein Miss­verständnis zwischen Kumbela und Edwini-Bonsu (74.) den Torerfolg, und beim zweiten Mal wollte es der Kongolese zu genau machen und schob den Ball nach einem herrlichen Alleingang rechts am Pfosten vorbei (87.). Die herausgespielten Offensivszenen der Gastgeber um VfR-Kapitän Leandro wurden zum Teil überhastet abgeschlossen oder durch die gute Braunschweiger Defensive geklärt.
Letztendlich blieb es bei dem auch in dieser Höhe verdienten 3:0-Erfolg in der Ferne, mit dem sich die Eintracht die Tabellenführung von Energie Cottbus zurückholten.