Eishockey: Souveräner Auftaktsieg der Wölfe in Salzgitter

Soeren Krebs: Eishockey macht durstig. Foto: Koch (Foto: Koch)

Satter 8:1-Erfolg / Travis Whitehead vom Puck im Gesicht getroffen

Braunlage (bo). Mit einem souveränen und zu keiner Zeit gefährdeten 8:1-(5:1, 3:0, 0:0)-Auswärtssieg bei den CRE Icefighters Salzgitter ist der ESC Harzer Wölfe Braunlage in die Oberliga Nord gestartet. Vor 500 Zuschauern, darunter knapp 200 lautstarke Schlachtenbummler aus dem Harz, war Erik Pipp mit insgesamt sechs Scorerpunkten erfolgreichster Punktesammler der Wölfe. Bitter für den ESC ist allerdings die Verletzung von Travis Whitehead, der im letzten Drittel vom Puck schwer im Gesicht getroffen wurde.
Von Beginn an hatten die Harzer das Ruder fest in der Hand; selbst in Unterzahl erspielten sich die Wölfe die besseren Chancen. Alois Öttl war es schließlich vorbehalten, in der sechsten Minute das erste Saisontor des ESC zu erzielen. In der Folge bauten Erik Pipp (9.), Marc Garthe (11.) und Sören Krebs (12.) den Vorsprung auf 4:0 aus. In doppelter Überzahl gelang den Icefighters durch Marc Jordan zwar auch ein Tor (14.), an den Kräfteverhältnissen auf dem Eis änderte dies aber nichts. Das 5:1 durch Öttl war der Schlusspunkt des Auftaktabschnitts (18.), in dem Michele Meridian und Whitehead zudem noch das Torgestänge trafen.
Meridian (29.), Whitehead (33.) und Christian Schock (34.) erhöhten im Mittelabschnitt auf 8:1 für die weiterhin klar überlegenen Harzer. Wölfe-Goalie Mario D'Antuono verlebte einen ruhigen Abend, war aber, wenn gefordert, hellwach und sicher zur Stelle. Den unrühmlicher Höhepunkt des zweiten Abschnitts bildete ein kräftiges Handgemenge, an dem sich sämtliche Feldspieler, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Eis standen, beteiligten. Als Folge mussten auf Braunlager Seite Schock und Pipp vorzeitig zum Duschen, bei den Icefighters wurden Dominique Pietrzyk und Marvin Gräser mit Spieldauerstrafen belegt.
Im Schlussabschnitt brachten die Harzer das Spiel sicher über die Zeit, verpassten es aber, gegen den inzwischen für Alexander Grunwald eingewechselten Timo Nestler weitere Tore zu erzielen. Ganz bitter endete der Abend für Whitehead. Den kanadischen Neuzugang der Wölfe erwischte kurz vor Spielschluss aus kurzer Entfernung der Puck im Gesicht. Mehrere Zähne wurden in Mitleidenschaft gezogen, ob möglicherweise auch der Kiefer etwas abbekommen hat, war noch offen. Klarheit müssen die Untersuchungen im Krankenhaus bringen. – Am Freitag spielt der ESC in Halle, am Sonntag kommt der ECC Preussen Berlin an den Wurmberg.
Statistik:
Tore: 0:1 Öttl (Whitehead, Pipp) 5:23, 0:2 Pipp (Whitehead, Öttl) 8:50, 0:3 Garthe (Bilstein, Meridian) 10:13, 0:4 Krebs (Garthe) 11:22, 1:4 Jordan (Kopke) 5-3 13:32, 1:5 Öttl (Schock, Pipp) 5-4 17:56, 1:6 Meridian (Pipp, Garthe) 5-4 28:33, 1:7 Whitehead (Garthe, Pipp) 32:21, 1:8 Schock (Pipp, Whitehead) 33:58. – Strafen: Salzgitter 32 + Spieldauer Pietrzyk + Spieldauer Gräser + 10 Sievers – Harzer Wölfe 32 + Spieldauer Pipp + Spieldauer Schock. – Zuschauer: 500.