Endgültig in der zweiten Bundesliga angekommen

Braunschweiger Jubel nach 3:1-Auswärtssieg beim bisherigenSpitzenreiter SpVgg Greuhter Führt

Braunschweig (bo). Sieg beim bisherigen Spitzenreiter! Am 13. Spieltag der 2. Bundesliga gelang den Löwen ein 3:1-(1:0)-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth. Die Tore für die Elf von Torsten Lieberknecht erzielten vor 10.240 Zuschauern Domi Kumbela (25.), Dennis Kruppke (52.) und Damir Vrancic (85.). Für die Gastgeber traf lediglich Olivier Occean zum 1:2 (83.). Durch den Erfolg kletterten die Blau-Gelben wieder auf den sechsten Tabellenplatz. Rund 200 mitgereiste Braunschweiger Fans verfolgten das Spitzenspiel live vor Ort.
Dass es ein Spitzenspiel werden sollte, zeigte sich bereits nach vier Minuten, als sich die Hausherren eine Doppelchance zur frühen Führung erspielten. Den Schuss von Edgar Prib wehrte Daniel Davari direkt vor die Füße von Christopher Nöthe ab. Dieser zeigte sich zu überrascht, und der Ball landete rechts neben dem Eintracht-Tor. Die Kleeblätter machten in der Anfangsphase weiter Druck und kamen erneut zum Torabschluss, nachdem Sercan Sararer Ken Reichel an der Grundlinie ausgespielt hatte. Allerdings war der Winkel letztendlich zu spitz, sodass der Schuss nur im Außennetz landete.
Die Blau-Gelben wollten ihrerseits aber nicht nur in der Defensive agieren. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß war es Mirko Boland, der das Leder scharf nach innen brachte. Aber sowohl Dennis Kruppke als auch Domi Kumbela verpassten im Zentrum die Hereingabe und rutschten an ihr vorbei (12.).
Es entwickelte sich eine muntere Zweitliga-Partie, bei der beide Seiten die Chance zur Führung hatten. Diese war Mitte der ersten Halbzeit schließlich der Braunschweiger Eintracht vorbehalten. Benjamin Kessel leitete in der eigenen Abwehr einen perfekt gespielten Konter ein und brachte mit einem langen Pass seinen Kapitän ins Spiel. Dieser tankte sich bis in den Strafraum durch, wo er im richtigen Moment auf seinen Sturmpartner ablegte. Kumbela ließ sich in zentraler Position auch von dem herbeigeeilten Thomas Kleine nicht aus der Ruhe bringen und vollendete aus Nahdistanz trocken zur 1:0-Führung aus Sicht der Eintracht (25.).
Die Franken, die sich als Ziel gesetzt hatten, die Tabellenführung zurückzuerobern, waren zwar darauf aus, den schnellen Ausgleich zu erzielen, aber Kruppke & Co. gewannen nach dem Treffer mehr und mehr Oberwasser. So erkämpfte sich der Braunschweiger Kapitän nach einer guten halben Stunde zweimal den Ball im gegnerischen Strafraum, allerdings schaffte es die Fürther Abwehr immer wieder mit vereinten Kräften, die Torgefahr zu vereiteln.
Die letzten Minuten in Durchgang eins gingen jedoch ganz klar an die Hausherren. Sie erhöhten den Druck auf die Gäste immer weiter, aber die Abwehr um Mattias Henn und Marcel Correia geriet nicht ins Wanken.
Einwurf, Flanke, Tor – mit diesem Rezept versuchten die Löwen, in der ersten Minute nach Wiederanpfiff den nächsten Treffer zu erzielen. Allerdings segelte die Hereingabe sowohl an Domi Kumbela als auch an Keeper Max Grün vorbei ins Toraus. Dass die Lieberknecht-Schützlinge mit diesem Spielzug doch Erfolg haben können, zeigten sie in der 52. Spielminute. Der Einwurf von Reichel landete bei Boland, der den Ball umgehend zum Braunschweiger Linksaußen zurückspielte. Seine anschlie­ßende Flanke fand Kruppke am Fünf-Meter-Raum, der das Leder per Kopf im kurzen Eck versenkte – der K&K-Sturm war wieder erfolgreich.
Das 2:0 schien das Team von Maik Büskens noch weiter angestachelt zu haben. Ein Angriff nach dem nächsten wurde in der Folgezeit herausgespielt, wobei die Eintracht-Abwehr sich als unüberwindbare blau-gelbe Wand entpuppte. Mit vereinten Kräften wurde der Ball ein ums andere Mal aus der Gefahrenzone befördert. Hinzu kam, dass Davari mit zwei Glanzparaden (60. und 75.) dafür sorgte, dass der Zwei-Tore-Vorsprung auch eine Viertelstunde vor dem Ende noch Bestand hatte. Sieben Minuten waren noch zu spielen, als der Löwen-Keeper doch hinter sich greifen musste. Nach einem Freistoß von Milorad Pekovic gewann Olivier Occean das Kopfballduell gegen Reichel, und der Ball kullerte am langen Pfosten über die Linie.
Wer vermutete, dass die Partie durch den Anschlusstreffer noch einmal kippen könnte, wurde nur zwei Minuten später eines Besseren belehrt. Benjamin Fuchs, nach einer Stunde für Oliver Petersch in die Partie gekommen, tankte sich auf der rechten Außenbahn durch und brachte seine Flanke präzise an den langen Pfosten. Dort stand Mittelfeld-Stratege Damir Vrancic genau richtig und hatte keine Mühe, die Hereingabe per Kopf zum 3:1 über die Linie zu drücken (85.).
Das Team von Torsten Lieberknecht spielte die Partie bis zum Schlusspfiff ruhig und besonnen herunter. Auch die dreiminütige Nachspielzeit änderte an dem verdienten Braunschweiger Sieg nichts mehr.
Bereits am kommenden Freitagabend treffen die Löwen um 18 Uhr auf Union Berlin als nächsten Gegner.