Erst in der Verlängerung unterlegen

Sadrick Gomez Stevens traf den ersten Dreier. (Foto: Fender)
 
Stefan Borowski beim Zug zum Korb. (Foto: Fender)

Basketball: MTVer schlagen sich gegen den Spitzenreiter sehr beachtlich / Seesener halten sich auf dem vierten Platz

Im vorletzten Spiel der Basketball-Saison kam es für den MTV Seesen im Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer von der TVG Gieboldehausen zu einem echten Basketball-Krimi. Nach Verlängerung verloren die Seesener am Ende etwas unglücklich mit 81:87, lieferten dem Spitzenreiter aber einen tollen Kampf
Direkt zu Beginn schlug der erste „Dreier“ von Sadrick Gomez Stevens unter dem Jubel der Zuschauer in die Reuse des Tabellenführers ein und signalisierte damit, dass man es heute ernst meint. Nach dem ersten Viertel stand es 21:19 für Seesen.
Die Gäste wirkten nachdenklich und hatten mit dieser Gegenwehr wohl nicht gerechnet. Im folgenden Spielverlauf wechselte die Führung immer wieder. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 41:36, doch bedeutet ein solches Zwischenergebnis im Basketball noch gar nichts. Im dritten Viertel kamen die Spieler um Top-Scorer Sadrick Gomez Stevens wieder heran. Die Rebounds wurden besser und besonders Center Frank Schilling spielte eine überragende Partie, was sich nicht nur an seinen 18 erzielten Punkten ablesen ließ.
In der Schlussphase gab es Spannung pur. Drei Sekunden vor Ende der Partie lag Seesen mit 65:66 zurück. Eduard Krieger verwarf seinen Versuch, doch Stefan Borowsky holte sich den Rebound. Auch sein Wurf ging aber am Korb vorbei. Krieger holte sich erneut den Ball und wurde gefoult. Folge dessen waren zwei Freiwürfe für den MTV, doch Eduard Krieger traf nur einen Freiwurf. Es folgte also die Verlängerung.
Hier kämpften, punkteten und foulten beide Seiten mit Hingabe, doch letztendlich bereiteten gleich drei Dreier der Gieboldehäuser dann deren Sieg. Fazit: Es war ein tolles Spiel der Seesener Mannschaft gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Gieboldehausen. Bei etwas mehr Abgeklärtheit und Glück, drei Sekunden vor Ende der normalen Spielzeit, wäre ein Sieg der Gastgeber aber auch durchaus verdient gewesen. Das letzte Spiel der Saison findet beim Tabellenletzten in Göttingen beim ASC statt. Auch hier hat man noch nicht gewonnen, denn das Team wird nicht in Bestbesetzung auflaufen. Fd

MTV Seesen: Max Geudert (2 Punkte), Markus Schlemminger (6), Marc-André Jäger (5), Sadrick Gomez Stevens (28), Frank Schilling (18), Stefan Borowsky (12), Eduard Krieger (10), Marco Rieke und Mike Schimke.

Zuvor hatten die Seesener Basketballer einen Sieg und eine Niederlage ihrer Bilanz hinzugefügt. Auch beim Tabellenzweiten VfB Sattenhausen hielten die MTVer phasenweise, ganz im Gegensatz zum Hinspiel, gut mit. Letztlich gab es gegen die schon älteren, taktisch ausgebufften Spieler aus Sattenhausen aber nichts zu holen. Über 17:25 und 39:46 blieb Seesen immer in Schlagweite.
Eine Manndeckung zum Ende hin brachte eine Annäherung auf 70:76. Schlussendlich ging das Endergebnis von 84:70 für den Gastgeber in Ordnung. Der Abstand von 14 Punkten resultiert hier aus der Seesener „taktischen Foultaktik“ am Ende, bei der man noch einmal alles auf eine Karte setzte.

MTV Seesen: Marc-André Jäger (2), Stefan Borowsky (11), Frank Schilling (12), Sadrick Gomez Stevens (19), Michael Krieger (2), Markus Schlemminger (10), Max Geudert (4) und Phillip Stöpler(3).

Gegen die BG 74 Göttingen lief dann aber alles rund. Schon der Stand nach dem 1. Viertel mit 22:8-Punkten ließ erahnen, dass ein enges Spiel wie in der Hinrunde nicht entstehen würde. Etwas enger wurde es aber doch noch einmal. Zur Halbzeit stand es noch 31:18, aber Ende des dritten Viertels nur noch 48:43 für den MTV Seesen. BG Göttingen kämpfte sich langsam mit einer Manndeckung heran, was den Seesenern gar nicht so schmeckte. Doch Sadrick Gomez Stevens drehte zu Beginn des letzten Viertels wieder auf und auch die Deckung stand wieder sicherer. Am Ende siegte der MTV mit 63:56.

MTV Seesen: Frank Schilling (9), Stefan Borowsky (8), Max Geudert (6), Eduard Krieger (11), Nicolas König, Marc-André Jäger (5) und Sadrick Gomez Stevens (24).