Erster internationaler Ol-Auftritt für Lina Buchberger

Lina Buchberger als zweite Läuferin der deutschen D16-Staffel.

Mit ihrem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften im Sprint-OL im September in Seesen hatte Lina Buchberger (MTV Seesen) den Grundstein für ihre Nominierung in den nationalen OL-Nachwuchskader, den D/C-Kader, gelegt.

Mit diesem reiste sie nun nach Polen zur zweiten Auflage des zentraleuropäischen Jugend-Cups (CEYOC), der dieses Jahr in Sobótka (zirka 25 Kilometer südlich von Breslau) stattfand. Hier trafen die Nachwuchsteams aus Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Deutschland zu einer Standortbestimmung zwei Monate vor den Jugend-Europameisterschaften aufeinander, wobei dem jungen deutschen Team nur der 5. Rang blieb.
Den Auftakt, einen eher ungewöhnlichen Waldsprint in der Anlage eines Downhill-Laufes durch einen teilweise sehr dichten Wald, verpatzte Lina gleich am zweiten und dritten Posten, was die Aufregung beim ersten internationalen Auftritt noch verstärkte. So blieb ihr am Ende nur ein letzter Rang in der D16. Wesentlich besser klappte es tags darauf beim Lauf über die Mitteldistanz in einem recht steilen Waldstück mit diffusem Bewuchs und vielen Steinfeldern, in dem Routenwahl und sauberes Orientieren bei reduziertem Tempo angesagt waren. Mit sicheren Routen fand sie ins Rennen hinein, gewann Sicherheit und kam schließlich als zweitbeste Deutsche auf Rang 17 in die Wertung. In der abschließenden Staffel, in der Lina als zweite Läuferin zum Einsatz kam, boten alle drei Läuferinnen eine solide Leistung. Das deutsche Trio belegte hinter zwei tschechischen und zwei ungarischen Teams einen ordentlichen 5. Platz.
Um etliche Erfahrungen reicher reiste der Kader dann weiter in die Mittel-Slowakei nach Banska Bystrica, um sich dort mit mehreren Trainingseinheiten auf die in dieser Region in zwei Monaten stattfindenden Jugend-Europameisterschaften vorzubereiten, für die sich Lina in den nächsten Wochen noch qualifizieren muss. Das Gelände glich deutschen Wäldern, war aber steiler und teilweise sehr feinkupiert. Während der Trainingstage fiel das Thermometer um über 20 Grad und die letzten Einheiten mussten bei Schneefall absolviert werden.