ESC Harzer Wölfe unterliegen den Frankfurter Löwen

Wölfe-Goalie Mario D'Antuono stand in Frankfurt immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens.

Am kommenden Wochenende treffen die Wölfe auf die Black Dragons Erfurt – Beim Heimspiel am Sonntag laden die Harzer zum Oktoberfest ein

Frankfurt / Braunlage (bo). Nachdem dem Nord-Eishockey-Oberligisten ESC Harzer Wölfe am Freitag ein mehr als überraschender 2:1-Heimsieg über die Frankfurter Löwen gelungen war, kehrte beim Rückspiel am Sonntag ein Stück Normalität ein. Bei einem der Favoriten der starken Oberliga West unterlagen die nur mit einem kleinen Kader angetretenen Braunlager im Testvergleich mit 0:10 (0:4, 0:4, 0:2). Besonders in Überzahl zeigten sich die Frankfurter gnadenlos und verwerteten fünf von acht Möglichkeiten.
Von Beginn an machten die Löwen vor rund 1400 Zuschauern deutlich, dass sie die Niederlage vom Freitag ausmerzen wollten. So dauerte es nur 47 Sekunden, ehe Wölfe Goalie Mario D'Antuono das erste Mal geschlagen war. Für den Torwart der Harzer war es eine Heimkehr, schließlich spielte er früher für den Frankfurter Nachwuchs. Drei Löwen-Tore innerhalb von 60 Sekunden bedeuteten in der 16. und 17. Spielminute schon die Entscheidung, zumal die Hessen zu Beginn des Mitteldrittels eine doppelte Überzahl auch doppelt ausnutzten und auf 6:0 davonzogen.
Die Wölfe hatten ihre beste Phase in den ersten Minuten des Schlussabschnitts. Testspieler Patrick Lomascolo und Christian Schock scheiterten jedoch an Frankfurts Torwart Dennis Schulz, eine lange doppelte Überzahl blieb zudem ungenutzt. Die Gastgeber konnten das Ergebnis letztlich noch zweistellig gestalten, den Schlusspunkt setzte Michael Schwarzer in der 54. Minute.
„Der Unterschied zum Spiel am Freitag war gar nicht so groß. Bei uns war das Kombinationsspiel besser, die Spieler wollten den Sieg mehr“, sagte nach Spielschluss Frankfurts Trainer Clayton Beddoes. Wölfe-Coach John Noob wies vor allem auf viele kleine Fehler hin, die sein Team gemacht hatte: „Das wurde von Frankfurt gnadenlos bestraft. Man hat bei uns aber auch gemerkt, dass bei dem kleinen Kader und dem harten Freitagsspiel die Kraft fehlte.“
Am kommenden Wochenende treffen die Wölfe in den letzten beiden Testspielen vor dem Ligastart jeweils auf die Black Dragons Erfurt aus der Oberliga Ost. Ein Schmankerl steht dabei beim Heimspiel am Sonntag an. Ab 14 Uhr laden die Harzer zum Oktoberfest vor dem Wurmbergstadion. Bei Musik und zünftigen bayrischen Spezialitäten können sich die Fans bestens auf die Partie gegen die Thüringer einstimmen. Nach dem Spiel wird dann auch die Mannschaft der Wölfe zum Oktoberfest dazustoßen.

Statistik:
Tore: 1:0 Müller (Kasten) 0:47, 2:0 Knihs (Seyller, Schweiger) 15:40, 3:0 Barg (Thau, Barta) 15:52, 4:0 Bauscher (Müller, Barta) 5-4 16:39, 5:0 Sevo (Althenn) 5-3 21:16, 6:0 Thau (Kasten) 5-4 21:42, 7:0 Thau (Barta, Bornhausen) 27:32, 8:0 Althenn (Hensel, Kasten) 32:59, 9:0 Althenn (Thau, Kasten) 5-4 46:44, 10:0 Schwarzer (Hensel, Bornhausen) 5-4 53:07
Strafen: Frankfurt 10 – Harzer Wölfe 20 + 10 Pipp + 10 Fichtl
Überzahlvergleich: Frankfurt 5/8 – Harzer Wölfe 0/3
Zuschauer: 1325

Harzer Wölfe:
D'Antuono (T. Bannach) – Fichtl, Stütz, Korkus, Noob – Schock, Ålander, Pipp, Bilstein, Schulz, Lomascolo, Pape, R. Bannach