FC Rhüden gewinnt Drama-Finale mit 3:2

Sektdusche nach Schlusspfiff in Flachstöckheim: Rhüdens Lars Nitsche (Nr. 11) verpasst seinen Mitspielern eine Abkühlung. Nach einem packenden Finale hatten sich die Rot-Weißen mit 3:2 gegen die SG Ildehausen-Kirchberg durchgesetzt.
 
René Grubner, der in dieser Szene gegen SG-Keeper Christopher Anschütz noch zu spät kommt, erzielte in der 88. Minute den Siegtreffer für den FC.

Nordharzliga-Pokal: Nach 2:0-Führung gleicht Ildehausen-Kirchberg noch aus / Siegtreffer von René Grubner

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga haben die Fußballer des FC Rot-Weiß Rhüden als Krönung einer tollen Saison auch den Nordharzliga-Pokal gewonnen. In einem dramatischen Endspiel setzte sich die Elf von Trainer Michael Menge in Flachstöckheim gegen die SG Ildehausen-Kirchberg mit 3:2 durch.

Lange Zeit sahen die Rot-Weißen bereits wie der sichere Sieger aus – führten zwischenzeitlich mit 2:0, ehe die SG Ildehausen-Kirchberg noch zum 2:2 ausgleichen konnte. Kurz vor Schluss erlöste René Grubner seine Mannschaft, als er nach einem Diagonal-Pass in den Strafraum den Ball aus der Drehung und spitzem Winkel im Tor der SG unterbrachte. Was folgte, war grenzenloser Jubel im Lager der Rhüdener.
Die Partie bot alles, was man von einem Endspiel erwarten durfte – Kamopf, Dramatik und spektakuläre Treffer. In der ersten Halbzeit hatte die SG Ildehausen-Kirchberg gar mehr vom Spiel und konnte sich auch zwei Top-Chancen herausarbeiten. Felix Kappei konnte eine davon allerdings nicht im vom Jochen Warnecke gehüteten Tor unterbringen, ein Treffer – ebenfalls von Felix Kappei – wurde den SGern wegen einer vorherigen Abseiststellung nicht anerkannt.
Es war ein temporeiches Finale in Halbzeit eins, dem einzig die Treffer fehlten. Doch das Tor sollte noch vor der Pause fallen – und zwar durch René Grubner in der 38. Spielminuten. Nach einer Kopfball-Ablage war der „Torjäger vom Dienst“ zur Stelle und schloss ab. Als Marc Bothe – auch er wurde vom reaktivierten ehemaligen Petershütter Akteur Christian Labe mustergültig bedient – in der 47. Minute und damit direkt nach er Halbzeit das 2:0 erzielte, hatten viele der rund 300 Zuschauer die Partie schon als entschieden betrachtet.
Fortan war der Schwung der ersten Halbzeit ein wenig verloren gegangen. Rhüden versuchte das Spiel zu kontrollieren, die SG schien ernüchtert durch den 0:2-Rückstand und verkrampfte in dieser Phase des Spiels.
Erst in der 80. Minute gelang Nino D’Onofrio der 1:2-Anschlusstreffer, als er einen langen Freistoß von Andreas Iwanenko verwerten konnte. Die FC-Abwehr muss sich hier ankreiden lassen, nicht energisch genug gedeckt zu haben. Plötzlich war die SG-Elf von Spielertrainer André Krzyminski wieder in der Partie, und als Andreas Iwanenko aus dem Gewühl (83.) heraus den Ausgleichstreffer erzielte, war alles wieder auf Null gestellt.
Die Entscheidung fiel dann aber doch noch in der regulären Spielzeit – René Grubner war einmal mehr „Man of the Match“. Klar, dass der Jubel nach Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Ünal Meric keine Grenzen kannte. Für beiden Teams geht damit eine lange und kraftzehrende Fußballsaison 2012/2013 zu Ende. Beide Mannschaften können zufrieden zurückblicken – wenngleich die SG Ildehausen-Kirchberg sich schon ein wenig ärgern dürfte, denn das Team war nah dran.

Tore: 1:0 René Grubner (38.), 2:0 Marc Bothe (47.), 2:1 Nino D’Onofrio (80.). 2:2 Alexander Iwanenko (83.), 3:2 René Grubner (88.)

Schiedsrichter: Ünal Meric
1. Assistent: Lars Weber
2. Assistent: Maximilian Liedtke

FC Rot-Weiß Rhüden: Jochen Warnecke, Alexander Wieboldt, Marc Grönke, Phillip Pfefferle, Pascal Grett (Christoph Bertram), Florian Berger (55. Julian Westermann), Daniel Bothe, Patrick Nimke, Marc Bohte (60. / Marvin Oppermann), René Grubner und Christian Labe.

SG Ildehausen-Kirchberg: Christopher Anschütz, Felix Klingebiel (80. / Marcel Falk), Felix Kappei, Andreas Iwanenko, Roland Meyer (70. Moritz Lüders), Dirk Katterbach, Andre Krzyminski, Hendrik Just, Nino D’Onofrio, Dennis Küffner und Ali Badawi