Friesland Flyers auswärts eine Nummer zu groß

Einige handfeste Meinungsverschiedenheitenzwischen den Friesland Flyers (blau) und den Harzer Wölfen (weiß) kennzeichneten den dritten Spielabschnitt. (Foto: bo)

Mehrere Faust-Duelle bis zur Schlusssirene zu verzeichnen

Heerenveen/Braunlage (bo). Mit einer 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)-Niederlage kehrten die Harzer Wölfe vom niederländischen Erstligsten Friesland Flyers zurück nach Braunlage. Vor rund 600 Zuschauern in Heerenveen, darunter auch vier weitgereiste ESC-Fans, waren es kleine Unkonzentriertheiten die den entscheidenden Unterschied ausmachten.
Bei den Wölfen fehlten berufsbedingt und aus persönlichen Gründen Mario D'Antuono, Alois Öttl, Michael Fichtl und Bruno Kähm. Mit dabei waren dafür die beiden Testspieler Richard Stütz und Jani Ålander. Nach der langen Anreise wurden die Harzer gleich zu Beginn kalt erwischt. Sven Eichler wollte hinter dem Tor klären, bediente dabei aber unfreiwillig Heerenveens Mittelstürmer Jason Visser, der zielstrebig vollstreckte. In der Folge kämpften sich die Wölfe aber in die Partie, wenngleich die besseren Chancen auf Seiten der Gastgeber lagen. Ein bestens aufgelegter Tobias Bannach im Wölfe-Tor verhinderte weitere Gegentreffer. Spektakulär vor allem die Parade gegen Andrey Levitin, der den Puck schon hinter der Linie wähnte. Die Drittelpause musste schließlich um einige Sekunden vorgezogen, da ein Befreiungsschlag von Richard Stütz eine Lampe traf und Glassplitter auf dem Eis landeten.
Die nach der Unterbrechung folgenden Sekunden nutzten die Gastgeber zum zweiten Tor durch Joey Sides. Kurz nach der regulären Drittelpause fiel dann auch schon das 0:3, Levitin war erfolgreich. „Es waren kleine Fehler und Unkonzentriertheiten, aber die wurden direkt bestraft“, ärgerte sich später John Noob über die kassierten Treffer. Weitere Gegentore verhinderte Bannach, der sich wahrlich nicht über Arbeitsmangel beklagen konnte, während auch die Defensive mehr Sicherheit fand.
Im Schlussabschnitt kassierten die Braunlager das 0:4 just, als eine der etlichen Strafzeiten gegen die Wölfe abgelaufen war (44.), Marcus Pryde zirkelte den Puck ins lange Eck. Auf dem Eis nahmen in der Folge die Nicklichkeiten deutlich zu, erstaunlicherweise meistens ausgelöst durch die deutlich in Führung liegenden Hausherren. Mehrere Faust-Duelle waren so bis zur Schlusssirene zu verzeichnen. Einmal schlug es bei einem Unterzahlkonter auch noch im Tor der Harzer ein, auf der Gegenseite verpassten Erik Pipp und Stefan Bilstein freistehend den verdienten Ehrentreffer.


Statistik:
Tore: 1:0 Visser (Sides) 0:26, 2:0 Sides (Terjohins) 19:55, 3:0 Levitin (Pryde) 21:03, 4:0 Pryde (Sides, Visser) 43:05, 5:0 4-5 Dijkstra
Strafen: Friesland Flyers 8 + Spieldauer Terjohins – Harzer Wölfe 18 + Spieldauer Pape
Überzahlvergleich: Friesland Flyers 0/8 – Harzer Wölfe 0/3

Harzer Wölfe:
T. Bannach – Stütz, Eichler, Korkus, Noob – Ålander, Schock, Pipp, Meridian, Bilstein, Bippus, Pape, Schulz, R. Bannach.