Fußballteams liegen weitestgehend im Soll

Hinrundenbilanz: Nur der FC Rhüden hinkt seinem Ziel weit hinterher

Sehr unterschiedliche Ziele hatten sich die Fußballmannschaften der Region zum Saisonstart gegeben. Vom Klassenerhalt bis zum Aufstieg war alles dabei.

Nun ist die erste Halbserie vorbei und Zeit für eine Halbzeitbilanz. Wie haben sich die Vereine geschlagen, liegen die Ziele in Reichweite oder waren sie doch etwas zu ambitioniert? Eine Übersicht:

Bezirksliga:
Sowohl der SV Neuwallmoden als auch der FC Rhüden wollten sich in der Bezirksliga etablieren. Nachdem sich der SVN in der vergangenen Saison erstmals in der siebten deutschen Liga halten konnte, kam aus lokaler Sicht der FC Rhüden hinzu. Nach der Hinrunde könnte die Gefühlslage kaum unterschiedlicher sein. Während Neuwallmoden auf dem besten Weg ist, die dritte Bezirksligasaison in Folge zu erreichen, sieht es bei den Rot-Weißen weniger rosig aus.
Nach fünf Punkten aus den ersten vier Spielen, gab es elf Pleiten am Stück. Während diese sich zunächst noch in Grenzen hielten, fielen die Niederlagen zuletzt doch sehr hoch aus. Zwischenzeitlich warf Trainer Michael Menge das Handtuch und Stefan Hauswald übernahm. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bereits. Es wird schwer werden, den direkten Abstieg in die Kreisliga noch zu vermeiden.

Nordharzliga:
Drei Teams aus dem Stadtgebiet gingen auch in diesem Jahr in der Nordharzliga an den Start. Neben Münchehof und Ildehausen/Kirchberg gesellte sich Aufsteiger Engelade/Bilderlahe hinzu. Alle drei Mannschaften stehen derzeit im gesicherten Mittelfeld. Der SV Engelade/Bilderlahe hat eine starke Hinrunde gespielt und den ein oder anderen Favoriten doch stark geärgert. Punktgewinne gegen den TSKV Goslar, VfR Langelsheim oder die SG Ildehausen/Kirchberg sprechen für sich. Der Klassenerhalt ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, doch mit sieben Punkten Vorsprung hat man sich ein gutes Polster für die Rückrunde gesichert.
Der TSV Münchehof gab nach den Trainerwechsel von Kai Möhlenbrock zu Timm Ahfeldt mit dem „einstelligen Tabellenplatz“ ein eher bescheidenes Ziel aus. Mit Rang fünf liegen sie voll im Plan. Allerdings wäre sogar mehr dringewesen. An vier Spieltagen stand man sogar auf dem Spitzenplatz. Bei vier Begegnungen in Folge gab es keinen Sieg. Trotzdem kann die Hinrunde als zufriedenstellend bezeichnet werden.
Ähnlich sieht es bei der SG Ildehausen/Kirchberg aus. Mit aktuell Rang sechs ist das Ziel „unter die ersten fünf“ noch ganz nah. Zumal man die wenigsten Spiele der Spitzengruppe absolviert hat. Zwar stehen unnötige Punktverluste (Lebenstedt, Braunlage/Hohegeiß) zu Buche, doch mit dem Erreichten werden die SG-Verantwortlichen leben können.

1. Nordharzklasse:
Der MTV Bornhausen wollte sich in dieser Saison verbessern. Nach Platz vier in der Rückrundentabelle der vergangenen Saison (Platz neun gesamt) schien dies möglich. Doch das Gegenteil trat ein. Derzeit ist der MTV gerade einmal Zwölfter. Das alte Problem, zu viele Gegentore, besteht weiterhin. Um das angestrebte Ziel „oberer Mittelfeldplatz“ zu erreichen, muss sich die Mannschaft noch erheblich steigern.
Sein Soll übererfüllt hat dagegen Aufsteiger SG Lutter/Hahausen. Platz sechs bis acht sollte es sein, aktuell ist das Team sogar Vierter. Zwar gab es zuletzt nur zwei Siege aus sechs Spielen, doch zuvor schien es fast so, als sollte der SG sogar der direkte Durchmarsch gelingen.

2. Nordharzklasse:
Zwei Abstiege in Folge musste der SV Union Seesen hinnehmen. Zu Beginn dieser Saison gab man nun das Ziel „Aufstieg“ aus. Und nach der Hinrunde sieht es gut aus für die Kernstädter. Platz zwei steht zu Buche. Allerdings ist es oben noch relativ eng. Mit Harlingerode und Bredelem sind zwei weitere Konkurrenten im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze. Und nun muss sich Union einen neuen Trainer suchen (der „Beobachter“ berichtete). Es dürfte spannend werden, ob die Seesener am Saisonende endlich wieder einmal feiern dürfen.

3. Nordharzklasse:
Oben mitspielen wollte erneut der TSV Herrhausen. Mit Platz fünf klappt das nur bedingt. Der Abstand nach oben beträgt bereits einige Punkte. In der vergangenen Saison schrappte man knapp am Aufstieg vorbei. Damit wird es in dieser Saison wohl nichts. Die Herrhäuser werden auch in der Saison 2014/2015 weiter in der untersten Nordharzliga antreten müssen.
Fazit:
Die meisten Seesener Teams sowie die beiden Mannschaften aus der Samtgemeinde Lutter liegen zur Winterpause gut im Rennen. Die zu Saisonbeginn gesetzten Ziele scheinen weitestgehend realistisch gewesen zu sein. Lediglich beim FC Rhüden scheinen sie schon jetzt völlig aus den Augen geraten zu sein. Die Bezirksliga scheint für die Rhüdener derzeit eine Nummer zu groß zu sein. Möglicherweise wird es mit Rückkehr der Vielzahl an Verletzten besser. Doch das Päckchen, dass sie mit in die Rückserie nehmen, ist schon sehr groß.
Beim MTV Bornhausen und dem TSV Herrhausen wäre ein Nichterreichen der Ziele nicht sonderlich schlimm. Beide haben mit Auf- und Abstieg nichts zu tun. Hier geht es nur noch darum, vielleicht den ein oder anderen Platz gutzumachen.



Ziel erreicht: SV Neuwallmoden, SV Engelade/Bilderlahe, TSV Münchehof, SG Lutter/Hahausen und SV Union Seesen;
Ziel liegt in Reichweite: SG Ildehausen/Kirchberg;
Ziel nicht erreicht: FC Rhüden, MTV Bornhausen und TSV Herrhausen.